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Am Sonntag wird der Internationale Frauentag begangen. Ein breites Bündnis aus Sozial- und Frauenverbänden sowie Arbeitnehmervertretungen fordert, dass der Frauentag in Niedersachsen als gesetzlicher Feiertag verankert wird.

Hannover (epd). Anlässlich des Internationalen Frauentages am Sonntag unterstreicht ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis in Niedersachsen die Forderung, den 8. März künftig zu einem gesetzlichen Feiertag zu machen. «Gehen wir in Niedersachsen mit gutem Beispiel voran - für Geschlechtergerechtigkeit und für unsere Demokratie», sagte Ute Gottschaar, Vize-Leiterin des Bezirks Niedersachsen-Bremen bei der Gewerkschaft verdi am Dienstag in Hannover.

Das Bündnis, dem unter anderem der Paritätische Wohlfahrtsverband, der Landesfrauenrat, der Niedersächsische Integrationsrat, die Landfrauen und der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB angehören, kritisiert in seinem Appell die noch immer existierende Ungleichbehandlung von Frauen. Frauen würden nicht ausreichend vor Gewalt geschützt, schlechter bezahlt, leisteten mehr unbezahlte Sorgearbeit und seien deutlich seltener als Männer in Führungspositionen vertreten.

«Parität ist eine Frage demokratischer Gerechtigkeit. Frauen stellen die Hälfte der Gesellschaft - sie müssen auch die Hälfte der Macht und der Verantwortung tragen», sagte Barbara Hartung vom Landesfrauenrat Niedersachsen. Dirk Swinke vom Sozialverband Deutschland in Niedersachsen, betonte, dass durch schlechtere Bezahlung im Job, unbezahlte Sorgearbeit und staatliche Fehlanreize wie das Ehegattensplitting Frauen in Niedersachsen durchschnittlich 27 Prozent weniger Rente als Männer erhielten. «Altersarmut ist weiblich.»

Das Anliegen, den Internationalen Frauentag in Niedersachsen als zusätzlichen gesetzlichen Feiertag zu verankern, wurde bereits Ende 2025 an das Innenministerium zur Prüfung übergeben. Am 12. März 2026 startet dem Bündnis zufolge das Prüfverfahren mit einem Runden Tisch beim Innenministerium. Bisher ist der 8. März in zwei Bundesländern gesetzlicher Feiertag: in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.