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Über 5.000 Paare haben sich bei der evangelischen Aktion #einfachheiraten an besonderen Orten und in Kirchen trauen oder segnen lassen. Die Kirche will so einen unkomplizierten Zugang für Paare bieten, die ihre Beziehung religiös gestalten möchten.

Hannover (epd). Am vergangenen Wochenende haben sich nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mehr als 5.000 Paare im Rahmen der bundesweiten Aktion #einfachheiraten segnen oder kirchlich trauen lassen. Wie die EKD nach ersten Hochrechnungen am Montag in Hannover mitteilte, waren am bislang heißesten Wochenende des Jahres auch die kühlen Kirchen sehr beliebt, die vielerorts festlich geschmückt waren. Viele Paare hätten dabei rund um das markante Datum des 26.06.2026 aus insgesamt 370 Angeboten einen Ort gewählt, der für sie besondere Bedeutung hat: am Wasser, im Garten, im Flughafen oder auf der Skischanze, im Riesenrad oder im Unesco-Weltkulturerbe Völklinger Hütte.

«Es war berührend zu sehen, wie Paare, die teilweise schon lange Jahre zusammen sind, noch einmal Ja zueinander gesagt - und ganz spontan ihr Glück unter Gottes Segen gestellt haben», fasste die EKD-Ratsvorsitzende, die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs, die Initiative zusammen: «Ich glaube, dass dieser Segen - Gottes Jawort zu uns - die Menschen in diesen verunsichernden Zeiten in ihrem Vertrauen zueinander stärkt.»

Die Aktion richtete sich laut EKD an Paare, die ihre Beziehung unter Gottes Segen stellen möchten - ohne lange Vorbereitungszeit, hohen organisatorischen Aufwand oder große Kosten. Neben Segnungen waren unter bestimmten Voraussetzungen auch evangelische kirchliche Trauungen möglich. «Unser Ziel ist weniger eine bestimmte Zahl zu erreichen, sondern möglichst vielen Paaren einen unkomplizierten Zugang zu kirchlicher Trauung oder Segnung zu ermöglichen», erläuterte die Pfarrerin und Koordinatorin Anne Brisgen vom Zentrum für evangelische Gottesdienst- und Predigtkultur mit Sitz in der Lutherstadt Wittenberg.

Im kommenden Jahr soll die Aktion #einfachheiraten rund um den 02.07.2027 erneut stattfinden. Erstmals wurde die Initiative in diesem Jahr gemeinsam von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und zwölf evangelischen Landeskirchen ausgeführt.