Riesige Papierblüten, Äpfel, ein Schokobrunnen, eine gelbe Boa, coole Brillen und glitzernde Hüte – das Kirchenzelt auf den LandTagenNord lockt unter dem Motto "Der Paradiesgarten"
Gigantische Blüten in knalligen Farben, dazu gemütliche Strandkörbe, frisches Obst und ein süßer Schokobrunnen – das Kirchenzelt auf den LandTagenNord in Wüsting (Hude) hat in diesem Jahr bereits am ersten Veranstaltungstag zahlreiche Besucherinnen und Besucher angelockt. Bei allerbestem Sonnenschein und nur ein paar Regentropfen ließen sie sich vom Messeteam gerne dazu einladen, sich im reich geschmückten Zelt umzusehen und an verschiedenen Aktionen teilzunehmen. Verführerisches „Lockmittel“: ein knackiger Apfel, der am Eingang verteilt wurde. Sehr passend, denn das Motto in diesem Jahr lautet „Der Paradiesgarten“.
Ein tolles Team
Miteinander ins Gespräch kommen, das wünschen sich die Mitarbeitenden im Kirchenzelt, darunter insgesamt etwa 30 Ehrenamtliche. „Daher haben wir uns in diesem Jahr wieder viele spannende Aktionen ausgedacht“, sagt Kreispfarrerin Christiane Geerken-Thomas aus der Wesermarsch, Leiterin des Gemeinschaftsprojekts. Als das Thema „Paradies“ feststand, war schnell klar, dass da der Apfel nicht fehlen darf. „5.000 Stück haben wir besorgt, das muss für vier Tage reichen.“ Und zwar nicht nur als Give-away am Eingang, sondern auch für den Schokobrunnen im Zeltinneren, für den sich Besucherinnen und Besucher jeden Alters begeistern – und die gerne auch mehrmals ein Apfelstückchen in die sprudelnde Schokoladenmasse tauchen. „Der musste einfach sein“, sagt die Kreispfarrerin schmunzelnd. Denn über allem steht auch die Frage „Was gehört zu deinem Paradies?“, die zum Nachdenken anregen soll.
Verantwortlich für die kreative Umsetzung war auch in diesem Jahr der Kreisjugenddienst der Wesermarsch unter Leitung von Sandra Bohlken und Johanna Behrens. Entstanden ist ein wahres Meer aus riesigen Papierblüten – sowohl an der Zeltdecke als auch am Boden. Selbstverständlich gibt es auch für die kleinen Besucherinnen und Besucher wieder einen bunten Malspaß – ebenfalls mit Blüten aus Papier. Erstmals dabei sind die bequemen Paletten-Sitzmöbel, die vom CVJM Sozialwerk Wesermarsch hergestellt und zur Verfügung gestellt worden sind und zum Verweilen und Plaudern einladen.
Mit Stil und guter Laune
Die gelbe Boa ist beliebt, ebenso die coolen Brillen und glitzernden Hüte. Im Kirchenzelt können alle zum farbenfrohen Paradiesvogel werden: Einfach ein paar Accessoires auswählen und dann mit Hilfe der Fotobox ein buntes Erinnerungsfoto machen lassen. „Das ist ja eine tolle Idee“, freut sich Elke, die gemeinsam mit ihrer Tochter die Gelegenheit sofort beim Schopfe packt. „Wir kommen aus Friesoythe und bummeln jedes Jahr über die Messe.“ Auch für Karin Multhaupt sind die LandTageNord ein Muss: „Ich komme jedes Jahr an zwei Tagen hierher und dabei führt mich der Weg auch immer wieder ins Kirchenzelt. Hier gibt es jedes Mal etwas Neues zu entdecken, das ist einfach schön.“ Natürlich werfen sie und ihr Bruder sich ebenfalls stilecht in Schale und dürfen nach dem Fotoshooting ein Polaroid mit nach Hause nehmen. Dass die Mühe und die Kreativität des Orga-Teams belohnt wird, beweist die gute Laune am Stand.
Immer wieder gerne
Nach wie vor beliebt ist der Glockenturm, an dem sich alle ihren persönlichen Segensspruch ziehen können. „Das passt ja wunderbar“, freut sich Margarethe Stolle über die freundlichen Worte. „Ich muss hier jedes Jahr anhalten und mir einen Spruch mitnehmen.“ Dieses Mal ist sie nicht allein: Die beiden Enkelkinder feiern quasi ihre Segensspruch-Premiere.
Für Günter Budde ist die (Vor)Freude am Glockenturm keine Seltenheit. Seit 2006 unterstützt er das Team am Kirchenstand. „Ein Ehrenamt, das mir wirklich viel Spaß macht“, so der 77-Jährige. „Es gibt viele Menschen, für die dieser Segen einfach dazugehört. Bei einigen ist ein bestimmter Spruch mit Erinnerungen verbunden, vielleicht weil es auch der Tauf- oder der Konfirmationsspruch war. Oder es kommt auch mal vor, dass Ehepaare den gleichen Spruch ziehen. Das ist dann immer ganz lustig.“
Posaunenklänge in der Mittagsandacht
Eine besinnliche Auszeit im Messetrubel bot die Mittagsandacht im Zelt, begleitet von festlichen Klängen durch das Bläserensemble „Gruppe 08“ aus Oldenburg. Kreispfarrerin Birte Wielage aus dem Kirchenkreis Delmenhorst / Oldenburg Land ließ auch in der Andacht den roten Faden des Messestands weiterlaufen. Sie ermutigte die Zuhörerinnen und Zuhörer, einmal über ihr ganz persönliches Paradies nachzudenken: ein Strand in der Südsee, der schattige Platz im Garten mit seinen blühenden Stauden und Früchten oder vielleicht ein ganz anderer, noch unbekannter Ort? „Selbst im Apfel sehe ich ein Stück vom Paradies. So gut, wie er schmeckt und aussieht – einzigartig. Auch darin lässt sich die unermessliche Schöpferkraft erkennen und wie in der Natur alles aufeinander abgestimmt ist.“ Doch auch heute existiere die Schlange, der wir gerne die Schuld für vieles geben würden, beispielsweise für den Klimawandel. „Wir sagen uns oft, dass wir nichts machen können. Dabei gehört zum Paradies und für dessen Erhalt auch unsere Verantwortung“, so Birte Wielage. Sehr gut könne dies mit Gottes Hilfe gelingen: „Gib uns einen Schubs und Mut, dass wir diese paradiesische Welt erhalten und heilen“.
Herzlich willkommen im Kirchenzelt
Auch Samstag, Sonntag und Montag (22. bis 24. August) freut sich das Team im Kirchenzalt auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und gute Gespräche. Geöffnet ist jeweils von 9 bis 18 Uhr.
Andachten Punkt 12 im Kirchenzelt
An allen Messetagen finden um 12 Uhr Andachten statt, die von Posaunenchören musikalisch begleitet werden. Das Motto: „Eenfach mol tohören – Punkt 12 im Kirchenzelt“. Am Sonnabendmittag (22. August) mit Landesjugendpfarrerin Anne Schrader und am Sonntagmittag (23. August) mit Pfarrerin Anne Ziegler. Am Montagmittag (24. August) findet traditionell eine Andacht in plattdeutscher Sprache statt. Sie wird von Pfarrer Ingmar Hammann gefeiert.
Sonntagsgottesdienst in der Scheune
Am Sonntag, 23. August, lädt Pfarrer Christian Egts von der Kirchengemeinde Holle-Wüsting um 10 Uhr zum Gottesdienst in die Scheune auf dem Eventhof Urban ein. Der Eingang liegt vor dem Messeeingang der LandTageNord auf der Seite des Wüstinger Bahnhofs. Der Gottesdienst ist unabhängig von der Landwirtschaftsmesse erreichbar, kostenfrei und ohne Eintrittskarte.









