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Es passiert schon unglaublich viel 

Ein Repair Café in Cloppenburg, vegetarisches Essen bei allen Veranstaltungen der Evangelischen Jugend Oldenburg (ejo) oder ein Kita-Frühstück zu 100 Prozent in Bio-Qualität. Beim ersten Klimaschutz-Vernetzungstreffen der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg zeigte sich schnell, wie viel an ganz unterschiedlichen Orten bereits bewegt wird. Rund 45 Menschen aus Kirchengemeinden, Kitas, kirchlichen Werken und Einrichtungen kamen am 23. September im Forum St. Peter in Oldenburg zusammen, um über diese Themen ins Gespräch zu kommen.

„Es passiert schon unglaublich viel – oft leise, kreativ und mit großem persönlichem Einsatz“, sagte Lucas Söker, Leiter der Arbeitsstelle für Umweltfragen und Klimaschutz, zur Begrüßung. Genau hier setzt das Netzwerk an. Es macht Engagement sichtbar, ermöglicht Austausch und gegenseitige Inspiration und bietet den Teilnehmenden einen verlässlichen Rahmen, um ihre Vorhaben voranzubringen. Für Lucas Söker sei dabei entscheidend, dass das Netzwerk „kein weiteres To-do im Terminkalender“ ist, sondern „Rückenwind gibt für das, was ohnehin schon getan wird“.

Rückenwind gab es vor Ort auch von Bischof Thomas Adomeit, der die Bewahrung der Schöpfung als eine der drei Prioritäten der oldenburgischen Kirche unterstrich und das neue Netzwerk als wichtigen Schritt unterstützte, um den Klimaschutz in der Kirche weiter voranzubringen. 

Durch den Abend führte Klimaschutzkoordinatorin Maren Köhne gemeinsam mit Moderator Jürgen Ritterhoff von der Kommunikationsagentur ecolo. Nach einer kurzen Kennlernphase gab es zunächst einen Einblick in den aktuellen Stand der Klimakrise und ihre Bedeutung für die Kirche. Diese stehe dabei in einer doppelten Rolle: als Emittentin von Treibhausgasen und zugleich als Akteurin mit Vorbildfunktion. Entsprechend vielfältig seien die Handlungsfelder. „Es gibt keinen Bereich, in den Klimaschutz nicht hineinspielt!“, so die Klimaschutzkoordinatorin.

Von der Wärmepumpe bis zum Wassersprudler

Anschließend wurde es konkret: In einer ersten Arbeitsphase sammelten die Teilnehmenden Projekte und Aktionen, die in ihren Institutionen bereits für den Klimaschutz laufen. Mehr als 150 Karten an der Moderationswand zeigten eindrucksvoll, wie viel an ganz unterschiedlichen Orten bereits in Bewegung ist – von Maßnahmen rund um Gebäude und Energie, etwa PV-Anlagen, Winterkirchen und LED-Umrüstungen, über nachhaltige Beschaffung und Konsum mit Flohmärkten, Tauschregalen und fairem Kaffee bis hin zu Bereichen wie Bildung und Mobilität. Eine entsprechende Übersicht finden Sie hier auf unserer digitalen Pinnwand.

Aus Ideen werden nächste Schritte

Die zweite Arbeitsphase richtete den Blick nach vorn: Wo wollen wir gemeinsam aktiv werden? Und wo braucht es mehr Austausch, Unterstützung und Zusammenarbeit?

Erste Bedarfe und Interessen wurden an dem Tag bereits deutlich – darunter vor allem die Themen Jugendarbeit, Biodiversität, Gebäude, Ernährung in Kitas sowie der Wunsch nach mehr Sichtbarkeit und besser zugänglichem Wissen. Die Arbeitsstelle für Umweltfragen und Klimaschutz arbeitet diese Ergebnisse derzeit auf und lässt sie in die weitere Gestaltung des Netzwerks einfließen. Über die daraus entstehenden nächsten Schritte und konkreten Angebote werden die Teilnehmenden und weitere Interessierte planmäßig in der kommenden Woche informiert.

Sie waren nicht dabei, möchten aber mitmachen? Das Netzwerk ist offen für alle, die sich für Klimaschutz in der Kirche interessieren. Melden Sie sich gern bei der Arbeitsstelle für Umweltfragen und Klimaschutz: umwelt.kirche-oldenburg.de

Gefüllter Raum mit menschen. Klimaschutzkoordinatorin steht vorne am Redepult.
„Es gibt keinen Bereich, in den Klimaschutz nicht hineinspielt!“, betonte Maren Köhne (Klimaschutzkoordinatorin der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg).
Synodenpräsident Chris Schellstede
"Niemand muss Klimaschutz alleine machen. Beim Netzwerktreffen habe ich gesehen, wie viel Engagement, Wissen und gute Ideen es in unserer Kirche bereits gibt. Das macht Mut gemeinsam weiterzugehen", so Chris Schellstede (Präsident der 50. Synode der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg).
Moderator während der Kennenlernphase
Moderator Jürgen Ritterhoff von der Kommunikationsagentur ecolo sorgte für ein lockeres Kennenlernen.
Viele Menschen stehen vor einer Pinnwand und hängen Moderationskarten mit laufenden Projekten auf.
Es passiert schon unglaublich viel. Teilnehmende hängen laufende und abgeschlossene Klimaschutz-Projekte an Pinnwände.