Statement von Bischof Thomas Adomeit zum 4. Jahrestag der russischen Vollinvasion der Ukraine
Der Ratsvorsitzende der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Bischof Thomas Adomeit (Oldenburg), sagt zum 4. Jahrestag der russischen Vollinvasion der Ukraine (24. Februar 2026):
„Es ist eine unsägliche Katastrophe, dass der Angriffskrieg der russischen Konföderation gegen die Ukraine jetzt schon vier Jahre andauert. Unzählige Menschen haben ihr Leben verloren, haben Verletzungen an Leib und Seele davongetragen und oft ihr Hab und Gut verloren. Die völkerrechtlich verbotene Zerstörung der zivilen Infrastruktur, insbesondere der Wärme- und Energieversorgung, stürzt hunderttausende Kinder, Jugendliche, ältere Menschen und ganze Familien in tiefe Not und schweres Leid. Nicht endende Drohnen- und Raketenangriffe treffen diese Menschen besonders hart. Viele Menschen mussten aus ihrer Heimat fliehen.
Seit über einem Jahr erleben wir zudem, wie sogenannte Friedensverhandlungen geführt werden. Sie lassen keinen Willen zu einer Lösung erkennen, die die unveräußerlichen Rechte der Menschen in der Ukraine achtet.
Problematisch ist auch die Rolle, die die russisch-orthodoxe Kirche innerhalb der russischen Propaganda einnimmt.
Als evangelische Kirchen in Niedersachsen stehen wir fest an der Seite der Menschen in der Ukraine und derjenigen, die hier bei uns Schutz gesucht und sich teilweise auch eine neue Existenz aufgebaut haben. Es ist die Aufgabe aller politischen und gesellschaftlichen Kräfte in unserem Land, diese Menschen zu unterstützen und weltweit für den Frieden einzutreten.
Unter den Segen Gottes stellen wir uns und alle Menschen in Andachten und Gottesdiensten. Wir halten an der Hoffnung fest, dass der Krieg nicht das letzte Wort hat und der Frieden, den Gott schenkt, am Ende stärker ist als all das Böse, das Menschen in diese Welt bringen.“

