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Rund 3.000 soziale Einrichtungen in Niedersachsen gehören zur Diakonie der evangelischen Kirche. Die «Woche der Diakonie» soll ihre Arbeit landesweit sichtbar machen. Zum Auftakt rief Diakonie-Chef Hans-Joachim Lenke zu Respekt und Offenheit auf.

Burgdorf/Reg. Hannover (epd). Mit einem Gottesdienst in Burgdorf bei Hannover ist am Sonntag die «Woche der Diakonie» in Niedersachsen eröffnet worden. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto «Zusammen», wie das Diakonische Werk der evangelischen Kirchen mitteilte. Bis zum 13. September sind zahlreiche Veranstaltungen wie Gottesdienste, Konzerte und Vorträge geplant.

Zum Auftakt rief Diakonie-Chef Hans-Joachim Lenke die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, Verantwortung füreinander zu übernehmen und Vielfalt als Bereicherung zu verstehen. «Ein gutes Zusammenleben entsteht nicht von allein», sagte er am Rande der Feier in Burgdorf: «Es lebt von gegenseitigem Respekt, Offenheit und dem Willen, aufeinander zuzugehen.»

Besonders wichtig seien dabei Orte der Begegnung wie Nachbarschaften, Vereine, Schulen, Kirchengemeinden oder soziale Einrichtungen. Hier könnten Menschen ins Gespräch kommen und Vorurteile abbauen. «Eine starke Gesellschaft erkennt man daran, wie sie miteinander und insbesondere mit den Unterstützungsbedürftigen umgeht», mahnte Lenke, der aktuell auch Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen ist: «Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen sich gesehen, gehört und wertgeschätzt fühlen.»

Den Abschluss der Diakonie-Woche bildet am Sonntag (13. September) ein Festgottesdienst zum 100-jährigen Bestehen des Diakonischen Werks der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe in der St.-Martini-Kirche in Stadthagen. Die Feier wird gemeinsam gestaltet von Diakonie-Chef Lenke und dem schaumburg-lippischen Landesbischof Oliver Schuegraf.

Die Diakonie ist nach eigenen Angaben der größte Wohlfahrtsverband in Niedersachsen. Ihr sind rund institutionelle 600 Mitglieder mit mehr als 3.000 Einrichtungen und über 89.000 hauptberuflich Mitarbeitenden angeschlossen. Diese engagieren sich für soziale Arbeit etwa in Pflege und Gesundheit, Inklusion, Beratung, Kindertagesstätten oder Freiwilligendiensten.