Die Zahl der erfolgreichen Schwimmschüler bewegt sich der Statistik der DLRG zufolge auf konstantem Niveau. Die Lebensretter mahnen dennoch zu mehr Investitionen in die Bäderlandschaft.
Bad Nenndorf (epd). Ausbilder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben 2025 bundesweit knapp 100.000 Schwimmabzeichen ausgegeben. Insgesamt nahmen die Ehrenamtlichen 96.471 erfolgreiche Prüfungen für die Schwimmabzeichen Bronze, Silber und Gold ab, wie die DLRG am Sonntag in Bad Nenndorf mitteilte. Im Vorjahr waren es 95.273 erfolgreiche Prüfungen.
Wer ein Schwimmabzeichen erlangt, weist nach, sicher schwimmen zu können. Bereits mit dem Schwimmabzeichen Bronze, auch als Freischwimmer bekannt, ist dieser Nachweis erbracht. Die Prüfer der DLRG gaben das Abzeichen im vergangenen Jahr 45.030-mal aus (2024: 45.283). 31.280 Personen legten die Prüfung für das Deutsche Schwimmabzeichen Silber ab (2024: 30.167); in 20.168 Fällen war das Abzeichen goldfarben (2024: 19.823).
Einen wichtigen Zwischenschritt auf dem Weg zum sicheren Schwimmer markiere das Seepferdchen-Abzeichen, hieß es weiter. Damit würden die Grundlagen für das Erlernen von Schwimmarten und das ausdauernde Schwimmen gelegt, Eltern müssten ihre Kinder aber weiter intensiv am und im Wasser beaufsichtigen. Bei der DLRG erhielten im Jahr 2025 insgesamt 53.660 Kinder ihr Seepferdchen, fast 4.000 weniger als im Jahr davor (57.472).
DLRG Präsidentin Ute Vogt mahnte trotz der soliden Zahlen Investitionen an. «Wir kommen bei der nötigen Modernisierung unserer Schwimmbadlandschaft und deren konsequenter Ausrichtung an die tatsächlichen Bedarfe bislang kaum voran.» Zwar begrüße die DLRG, dass der Bund in diesem Jahr erstmals ein Förderprogramm über 250 Millionen Euro nur für die Schwimmbäder aufgelegt habe. «Das von der DLRG und allen weiteren relevanten Vertretern der deutschen Bäderlandschaft geforderte planvolle und gemeinsame Vorgehen von Bund, Ländern und Kommunen ist jedoch weiter nicht in Sicht.»