Drei Werke stehen im Finale um den viel beachteten Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2026. Die Auszeichnung wird am 18. November während der Kinder- und Jugendbuchmesse «Kibum» im Alten Rathaus verliehen.
Oldenburg (epd). Die Stadt Oldenburg hat zwei Manuskripte und ein Buch als Kandidaten für ihren renommierten Kinder- und Jugendbuchpreis nominiert. Damit stehen Giovanni Binetti und Sabine Fiedler-Binetti, Lilly Bogenberger sowie Annette Gosewinkel in der Endrunde, wie die Stadt am Montag mitteilte. Die Auszeichnung ist mit 8.000 Euro dotiert. Erstmals erhalten auch die beiden Mitnominierten ein Preisgeld von jeweils 1.000 Euro.
Wer gewinnt, wird traditionell erst während der Kinder- und Jugendbuchmesse «Kibum» am 18. November bekannt gegeben. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto «Zukunft gestalten! KIBUM und die Welt von morgen» und läuft vom 14. bis 24. November im Kulturzentrum PFL. Insgesamt waren den Angaben zufolge 198 Bewerbungen eingereicht worden, darunter 139 Manuskripte und 59 bereits verlegte Bücher. Im Mittelpunkt vieler Texte stünden Fragen der Humanität, sagt Jurymitglied Birgit Müller-Bardorff.
Debüts über Flucht und Identitätssuche
Das Autorenduo Giovanni Binetti und Sabine Fiedler-Binetti schildert den Angaben zufolge in seinem Manuskript «Juanslycke» die Flucht eines elfjährigen mexikanischen Jungen nach Schweden. Lilly Bogenbergers Jugendbuch «Narbenmädchen» handelt von einer Jugendlichen in einer Kurklinik, die sich mit dem Thema Selbstverletzung auseinandersetzt. Annette Gosewinkel erzählt im Manuskript «Hinling» von einem Jugendlichen aus Berlin-Neukölln, der seinem Freund nach Afghanistan nachreist, um ihn zurückzuholen.
Die Stadt Oldenburg vergibt die Auszeichnung seit 1977 für herausragende Erstlingswerke der Kinder- und Jugendliteratur. Im vergangenen Jahr ging der Preis an Eva Kranenburg und ihr Manuskript «Freunde» über vier befreundete Jugendliche in einer vom Krieg zerstörten fiktiven Stadt.