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Mit der Fortführung ihrer gemeinsamen Demokratieinitiative #VerständigungsOrte setzen die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Diakonie Deutschland und die evangelische Zukunftswerkstatt midi ihr Engagement für den demokratischen Dialog im Superwahljahr 2026 fort. Neu ist eine Startbox, mit der Gemeinden, Initiativen und Einrichtungen niedrigschwellige Gesprächsformate vor Ort umsetzen können.

Mehr als 200 #VerständigungsOrte wurden allein im letzten Jahr auf der interaktiven Karte unter verständigungsorte.de registriert – viele von ihnen als wiederkehrende Formate. Menschen kamen dort zusammen, um über Themen zu sprechen, die die Gesellschaft bewegen und spalten: soziale Gerechtigkeit, Migration, Krieg und Frieden, Klima oder die Folgen der Corona-Pandemie. Über soziale, kulturelle und politische Grenzen hinweg wurde diskutiert, gestritten und zugehört.

Gerade angesichts der zahlreichen Wahlkämpfe in diesem Jahr, in denen zugespitzt um politische Mehrheiten und Mandate gerungen wird, brauche es Orte, an denen Menschen einander zuhören und miteinander ins Gespräch kommen, so Kirche und Diakonie. „Unsere Gesellschaft steht unter Druck. Viele Menschen fühlen sich verunsichert durch Krisen, soziale Ungleichheit und große Veränderungen. Mit #VerständigungsOrte schaffen wir Räume, in denen man einander zuhört, sich austauscht und dadurch Vertrauen in die Gesellschaft gewinnt“, so Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch.

Auch Bischöfin Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der EKD, betonte die Bedeutung des Dialogs im Wahljahr: „Unsere Demokratie lebt nicht nur von Mehrheiten, sondern von Verständigung. Als Kirche bieten wir Räume, in denen Menschen reden, auch wenn sie unterschiedlicher Meinung sind.“ Das gehöre zum kirchlichen Glaubenskern. „Die Bibel erzählt immer wieder davon, wie Menschen mit Gott und miteinander um Worte ringen, einander widersprechen und dennoch neu zueinander finden.“ Dass dieses Angebot gebraucht werde, zeige die hohe Beteiligung im vergangenen Jahr.

„Die mehr als 200 Verständigungsorte im vergangenen Jahr machen deutlich: Menschen wollen ins Gespräch kommen. Das macht Hoffnung – für unsere Demokratie und für unsere Gesellschaft“, betonen EKD-Ratsvorsitzende Fehrs und Diakonie-Präsident Schuch gemeinsam.

Pressemitteilung der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Diakonie Deutschland

  • Alle Inhalte stehen auf verständigungsorte.de zum Download zur Verfügung.
  • Die neue #VerständigungsOrte-Startbox enthält Materialien und Anregungen für die Organisation von Dialogformaten und ist ab sofort für 10 Euro über den Diakonie-Shop erhältlich.
  • Am 10.3. um 12.00 Uhr können Interessierte die Startbox bei einem kurzen digitalen Workshop persönlich kennenlernen. Alle Infos und Anmeldung hier.
Startbox für #VerständigungsOrte
Startbox für #VerständigungsOrte