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Die Veranstalter der Landesgartenschau in Bad Nenndorf freuen sich zum Abschluss über mehr als 700.000 Besuchende. Die Kirche war unter dem Motto "Ich glaub dran" mittendrin. Bischöfin Bammel zeigt sich dankbar und mahnt zur Bewahrung der Schöpfung.

Bad Nenndorf (epd). Die braunschweigische Landesbischöfin Christina-Maria Bammel hat zum Ende der Landesgartenschau in Bad Nenndorf den Schutz der biologischen Vielfalt angemahnt. Die Menschheit habe von Gott den Auftrag erhalten, die Schöpfung zu bewahren, sagte Bammel am Sonntag in einem Grußwort zu Beginn des Abschlussgottesdienstes. „Dieser Auftrag endet nicht am eigenen Gartenzaun.“ Zugleich dankte die Bischöfin den zahlreichen Menschen, die zum Gelingen der Gartenschau beigetragen hätten.

Auch Pastorin Anja Sievers zeigte sich dankbar für die vielen engagierten Menschen auf dem Festivalgelände und im Kirchenzelt. Unzählige Haupt- und Ehrenamtliche hätten „diesen Ort 173 Tage lang mit Leben gefüllt“, sagte die Projektleiterin der Kirchen bei der Gartenschau während ihrer Abschlusspredigt.

Doch nicht nur die Menschen allein hätten die Landesgartenschau 2026 zu einem Sommermärchen gemacht. Über all der Mühe und Arbeit habe auch Gottes Segen gelegen: „Wir haben unglaublich viel gemacht. Aber ob etwas daraus wächst, das lag nicht in unserer Hand“, sagte Sievers laut Predigtmanuskript.

Mittagsgebete, Hochzeiten und ein Segensautomat

Unter dem Motto „Ich glaub dran“ hatten die evangelische und katholische Kirche einen eigenen Bereich mit einem Kirchenpavillion gestaltet. Sie hatten unter anderem zu 173 Mittagsgebeten und 26 Gottesdiensten auf der großen Hauptbühne eingeladen. 12 kirchliche Hochzeiten und 28 Taufen wurden gefeiert. Insgesamt waren 200 Ehrenamtliche für die Kirchen im Einsatz. Eine beondere Attraktion war ein „Segensautomat“, aus dem die Gäste insgesamt 6.300 Segensbänder gezogen haben.

Die Landesgartenschau-Gesellschaft äußerte sich zum Abschluss hocherfreut über die Gästezahlen. Mit mehr als 700.000 Besuchen habe das achte niedersächsische Festival dieser Art die Erwartungen deutlich übertroffen, teilte die Gesellschaft mit. Die Machbarkeitsstudie habe zuvor mit rund 600.000 Besuchenden gerechnet. Vereine, Landvolk, Kirchen und weitere Initiativen hätten rund 2.000 Veranstaltungen organisiert. 63 Blütenbotschafterinnen hätten fast 500 Gruppen durch das 34 Hektar große Gelände geführt.