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Gelegenheit für Angehörige, der besonders schweren Trauer nachzuspüren

26 Kerzen, 26 Namen, 26 Menschen, die sich das Leben genommen haben. Beim Gedenkgottesdienst nach Suizid am 9. Oktober 2026 in der Bloherfelder Kirche in Oldenburg gab es Gelegenheit für Angehörige, dieser besonders schweren Trauer nachzuspüren und bei der anschließenden Begegnung mit Gleichgesinnten oder Seelsorgenden zu sprechen. Ehrenamtliche der Telefonseelsorge Oldenburg und ihre Leiterin Antke Wollersen haben gemeinsam mit Krankenhausseelsorger Holger de Buhr und Diakoniepfarrerin Christine Oppermann einen ökumenischen Gedenkgottesdienst durchgeführt. Nicole Gorris-Vollmer an der Querflöte und Ronald Poelman am Flügel gaben den Gefühlen, Tränen und Fragen einen besonderen musikalischen Rahmen.

„Endlich mal ein Ort auch für uns – nach dem Suizid meines Sohnes redet kaum noch jemand mit mir“ oder „dass die Kirchen so etwas anbieten, finde ich sehr überraschend und wohltuend“ oder einfach „danke für die ansprechende Predigt, den schönen Stein und den Raum für meine Tränen“ – tief bewegt und dankbar verabschiedeten sich die Angehörigen, nachdem sie sich bei guten Gesprächen, Snacks und Informationen über Trauergruppen gestärkt hatten.

Auch im nächsten Jahr soll dieser besondere Gottesdienst wieder angeboten werden.

Reden hilft
Über Suizid und Suizidgedanken zu sprechen, ist sehr hilfreich. Ein Gespräch kann sehr entlastend wirken. Viele Betroffenen berichten, dass der Leidensdruck abnimmt, die Suizidgedanken weniger stark und häufig werden, besser geschlafen wird und wieder mehr Hoffnung entsteht, wenn über ihre Suizidgedanken sprechen können. Gespräche sind gut, weil es einfach gut tut, wenn jemand zuhört, und weil man beim Sprechen seine Gedanken ordnen kann. Und man fühlt sich nicht mehr so allein mit seinen Gedanken. Gespräche können Suizide vermeiden.

Weitere Informationen zum Welttag der Suizidprävention2026 finden Sie unter: http://www.welttag-suizidpraevention.de/ 

HINWEIS:
Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, oder jemanden kennen, der suizidgefährdet ist, suchen Sie Hilfe. Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800/1110111 und 0800/1110222. Auch ein Kontakt per Chat und E-Mail ist möglich.  

Hilfe im Internet:
www.telefonseelsorge.de
www.oldenburg-telefonseelsorge.de
 

Zu sehen sind Steine, auf die Angehörige Gedanken geschrieben haben.
Gelegenheit für Angehörige, der besonders schweren Trauer nachzuspüren.
Zu sehen sind Kerzen mit Namen von Menschen, die sich das Leben genommen haben.
26 Kerzen, 26 Namen, 26 Menschen, die sich das Leben genommen haben.