Wie kann Frieden heute gelingen? Und was bedeutet „gerechter Frieden“ konkret – vor Ort und weltweit? Mit diesen drängenden Fragen beschäftigt sich die dreiteilige Veranstaltungsreihe „Gerechter Frieden?“, zu der der Ev.-luth. Kirchenkreis Ammerland in Kooperation mit der Kirchengemeinde Ofen und der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen einlädt. Von Juni bis September 2026 bieten die Veranstaltungen Raum für Begegnung, Diskussion und neue Perspektiven.
Frieden säen – mitten im Leben
Den Auftakt macht die Pop Up Church am 12. Juni ab 10:00 Uhr auf dem Wochenmarkt in Westerstede. Unter dem Motto „Frieden säen!“ mischen sich Pastor*innen der Kirchengemeinde Westerstede unter die Marktbesucher*innen. Mit persönlichen Gesprächen und einer kleinen Überraschung wird das Thema Frieden direkt dorthin gebracht, wo das Leben stattfindet. „Wir wollen Menschen dort abholen, wo sie sind – und gemeinsam überlegen, wie jede einzelne Person Frieden aktiv gestalten kann“, so die Initiator*innen.
Gerechter Frieden? – Expert*innen im Dialog
Am Donnerstag, 25. Juni, 19:00 Uhr findet in der St. Johannes-Kirche in Bad Zwischenahn eine Abendveranstaltung mit hochkarätigen Gästen statt. Die Friedensforscherin Prof. em. Dr. Hanne-Margret Birckenbach, der Militärpfarrer Stephan Bohlen und der Ökumene-Beauftragte Dirk von Jutrczenka beleuchten das Thema aus wissenschaftlicher, militärseelsorgerlicher und theologisch-ethischer Sicht. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Darf Gewalt im Namen des Friedens eingesetzt werden? Welche Verantwortung tragen wir alle – als Gesellschaft, Politik und Kirchen?
Moderiert wird der Abend von Pastorin Dr. Anna Cornelius. Besonders spannend: Jugendliche des CVJM Bad Zwischenahn bringen ihre Perspektiven ein und zeigen, wie junge Menschen heute über Frieden denken. „Die Veranstaltung richtet sich an alle Generationen – denn Frieden geht uns alle an“, betont Friedemann Hönsch von der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises.
Frieden in Bewegung – Spaziergang mit Tiefe
Den Abschluss bildet am Samstag, 5. September, 11:00 Uhr ein Friedensspaziergang in Ofen. Startpunkt ist die Kirche im Ort; von dort aus geht es zu verschiedenen Stationen, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit Frieden auseinandersetzen – von Theologie über Sport bis hin zu Gedenkstättenarbeit. Ein Highlight: Der Heinrich-Kunst-Verein gestaltet eine Station kreativ mit. Nach etwa 1,5 Stunden lädt ein gemeinsames Suppe-Essen im Gemeindehaus zum Austausch ein. „Frieden ist kein abstraktes Konzept, sondern etwas, das wir gemeinsam leben müssen. Der Spaziergang macht das erlebbar“, so die Organisator*innen.
Einladung zum Mitmachen
Alle drei Veranstaltungen sind kostenfrei und offen für alle Interessierten – unabhängig von Konfession oder Hintergrund. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Infos gibt es auch unter https://www.kirche-ammerland.de/frieden.
Warum diese Reihe?
Die Veranstaltungsreihe knüpft an die aktuelle Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an und will den Dialog über Frieden in der Region Ammerland beleben. „In einer Zeit, in der Krieg und Konflikte wieder näher rücken, braucht es Räume, in denen wir über Frieden nachdenken – und vor allem: in denen wir ihn gemeinsam gestalten“, so das Motto der Reihe.
Kontakt für Rückfragen:
Friedemann Hönsch (Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit)
Ev.-luth. Kirchenkreis Ammerland
Anemonenweg 1, 26160 Bad Zwischenahn
Tel.: 04403 91036 2492
E-Mail: friedemann.hoensch@kirche-oldenburg.de


