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Heiner Wilmer ist Bischof von Münster. Der 65-jährige Chef der katholischen Deutschen Bischofskonferenz wurde am Sonntag offiziell in sein Amt eingeführt. Er steht damit dem mitgliederstärksten unter den 27 Bistümern in Deutschland vor.

Hildesheim/Münster (epd). Der katholische Theologe Heiner Wilmer ist am Sonntag im Münsteraner Dom als 77. Bischof von Münster in sein Amt eingeführt worden. «Mit großer Freude stellen wir darum fest, dass Sie der rechtmäßige Bischof von Münster sind», sagte Dompropst Hans-Bernd Köppen nach der Verlesung der päpstlichen Ernennungsurkunde. Wilmer war acht Jahre Bischof in Hildesheim.

Der 65-Jährige folgt an der Spitze des mit rund 1,6 Millionen Katholiken mitgliederstärksten deutschen Bistums auf Felix Genn. Genn war im März 2025 mit 75 Jahren aus Altersgründen als Münsteraner Bischof zurückgetreten.

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki übernahm als Metropolit der rheinischen Kirchenprovinz die Amtseinführung und führte Wilmer zur sogenannten Kathedra, dem Sitz des Bischofs in seiner Kirche. Zahlreiche Menschen im Dom und auf dem Vorplatz verfolgten die Amtseinführung, die nach draußen auf eine große Leinwand übertragen wurde.

An dem Gottesdienst nahmen auch zahlreiche Politiker teil. Unter anderem Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst sowie Landtagspräsident André Kuper, Sozialminister Karl-Josef Laumann, Schulministerin Dorothee Feller (alle CDU) und die stellvertretende niedersächsische Ministerpräsidentin Julia Willie Hamburg (Grüne).

Hamburg dankte Wilmer für sein «außerordentliches Engagement in Niedersachsen». Sie freue sich, dass er dem Bundesland über die Region Cloppenburg und Vechta verbunden bleibe. «Es braucht in dieser Zeit Persönlichkeiten, die Haltung zeigen und die Stimme für Zusammenhalt, Verantwortung und Menschlichkeit erheben.»

Die westfälische Präses Adelheid Ruck-Schröder wünschte Wilmer ein gutes Ankommen in Münster. Aus ihrer Hildesheimer Zeit verbinde ihren Mann und sie mit Wilmer «eine sehr schöne ökumenische und persönliche Verbundenheit», sagte sie. Ruck-Schröder war von 2021 bis 2025 Regionalbischöfin im Sprengel Hildesheim-Göttingen.