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Vier Jahre nach Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine weist das Kinderhilfswerk Terre des Hommes auf das Leid von Kindern in dem Land hin.

Osnabrück (epd). Unter der großflächigen Ausweitung des Angriffskrieges gegen die Ukraine leiden nach Angaben des Hilfswerks Terre des Hommes besonders die Kinder. Nach offizieller Angabe der ukrainischen Regierung wurden seit Beginn des Krieges 684 Kinder getötet, 2.367 verletzt und mindestens 20.000 nach Russland verschleppt, wie die Kinderrechtsorganisation am Montag in Osnabrück erklärte.

Gezielter Bombenterror präge immer mehr den Alltag vieler Familien und setze sie dauerhaftem Stress und enormer Belastung aus. Unzählige Menschen seien traumatisiert. Zahllose Kinder litten mit ihren Familien ohne Strom und Heizung unter der Winterkälte, könnten deswegen nicht zur Schule gehen und seien durch die dauerhaften Bombardements und den Verlust von Angehörigen oder Gleichaltrigen stark verängstigt. Beinahe jedes zweite Kind zeige mittlerweile Anzeichen psychischer Verletzungen und Traumata, hieß es weiter.

Um möglichst viele Kinder zu erreichen, schulen ukrainische Partnerorganisationen von Terre des Hommes den Angaben zufolge aktuell Bezugspersonen wie Eltern, Lehrkräfte und Erzieherinnen. Diese brächten den Mädchen und Jungen schnell unmittelbare Hilfe, wenn sie unter Gefahrensituationen, Panikattacken oder Angstzuständen litten. Das Netzwerk habe bereits rund 180.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen geholfen, den Weg zurück in ihr früheres Leben zu finden, sagte Malgorzata Biczyk, Ukraine-Projektkoordinatorin bei Terre des Hommes.