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Die kommenden Tage bleiben heiß. Besonders Menschen ohne festen Wohnsitz sind davon betroffen, da sie sich nicht ausreichend schützen können.

Hannover/Berlin (epd). Angesichts der aktuellen Hitzewelle warnen der Sozialverband VdK und die Diakonie vor den Folgen hoher Temperaturen für obdachlose Menschen. «Extreme Hitze kann genauso tödlich sein wie extreme Kälte - das ist noch zu wenig im Bewusstsein vieler Verantwortlicher», sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele dem «RedaktionsNetzwerk Deutschland» (Freitag).

Menschen ohne festen Wohnsitz bräuchten Zugang zu sicheren, gekühlten Unterkünften und zu sauberem, kühlem Wasser, betonte Bentele. «Städtische Trinkbrunnen können hier helfen, die dringend noch mal auf Funktionalität überprüft und in den kommenden Monaten vermehrt aufgestellt werden sollten.» Für Freitag und Sonnabend gilt in Deutschland eine landesweite Hitzewarnung. Erwartet werden Temperaturen von 30 bis 37 Grad.

Das Diakonisches Werk Hannover rief mit Blick auf die Temperaturen Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe auf. «Menschen, die ohne ein Dach über dem Kopf auf der Straße leben, sind der Hitze oftmals schutzlos ausgesetzt - sie haben keinen Rückzugsort, keinen Schatten, kein Wasser», sagte Diakoniepastor Friedhelm Feldkamp, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Hannover. «Wenn die Temperaturen steigen, appellieren wir daher auch an die christliche Nächstenliebe: Ein Gespräch, eine Flasche Wasser oder ein Hinweis auf eine Anlaufstelle kann Leben retten.»

Die zentrale Marktkirchengemeinde in Hannover stellt an den Hitzetagen kostenlos Mineralwasser zur Verfügung. «Wir bieten einen kühlen Schutzraum und Wasser zur Erfrischung für die Menschen, denen die Hitze am meisten zusetzt», sagt Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes. Die Mauern der Marktkirche sind in Teilen bis zu fünf Meter dick und bieten Schutz vor Hitze. Die Marktkirche ist montags bis freitags von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, samstags von 10 Uhr bis 17.30 Uhr sowie sonntags von 9.30 Uhr bis 18 Uhr.

Auch Schutzräume der Diakonie Hannover bieten Rückzugsorte in der Landeshauptstadt. Die Tagesaufenthalte des Diakonischen Werks Hannover - der Kontaktladen Mecki I und II am Raschplatz und beim Bahnhof, sowie das «Dach über n Kopf» in der Berliner Allee bieten zudem auch Essen und Getränke, die Ausgabe von Hygieneartikeln, sowie die Möglichkeit, sich auszuruhen. Die Nutzung der Räumlichkeiten ist niedrigschwellig und richtet sich gezielt an Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind.