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Seit dem 1. Januar gelten die neuen Regelungen für den Wehrdienst. Wissenschaftler aus Hildesheim und Frankfurt a.M. wollen herausfinden, wie es jungen Menschen damit geht.

Hildesheim/Frankfurt a.M. (epd). Wissenschaftler der Universitäten Hildesheim und Frankfurt haben eine bundesweite Onlinebefragung zu den neuen Wehrdienstregelungen gestartet. Befragt werden sollen laut einer Mitteilung vom Dienstag junge Frauen und Männer im Alter von 15 bis 30 Jahren.

«Wir wollen wissen, was junge Menschen über den neuen Wehrdienst denken und wie es ihnen damit geht», sagte die Sozialforscherin Severine Thomas von der Uni Hildesheim. Johanna Wilmes von der Universität Frankfurt ergänzte, es gehe bei der Befragung auch darum, «welche Stimmungen und Sorgen junge Menschen haben - auch angesichts aktueller Kriege und Krisen».

Seit dem 1. Januar 2026 sind junge Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008 verpflichtet, einen Fragebogen zu Motivation und Eignung auszufüllen. Für junge Frauen ist die Wehrerfassung freiwillig. Auch die Teilnahme am Wehrdienst selbst bleibt bisher freiwillig.

Eine Grundlage für das Forschungsvorhaben sind den Angaben zufolge die Ergebnisse aus den bisherigen Befragungen der beiden Hochschulen zu Jugend und Corona. Diese hätten gezeigt, wie belastet sich junge Menschen durch aktuelle Krisen fühlten. Viele fühlten sich von der Politik ungesehen und sorgten sich um ihre Zukunft. «Von den neuen Wehrdienstregelungen sind sie nun direkt betroffen und erleben eine verschärfte Sicherheitslage», hieß es.