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„Trau dich – kirchlich. Ihr habt den Traum – Wir haben die Location“

Egal, ob perfekt organisiert mit jeder Menge Vorlauf oder doch lieber spontan und voller Improvisation: So individuell jede Liebe, so individuell auch die Art der Hochzeitsvorbereitung. Das gilt auch für den kirchlichen Part. Von der sorgfältig geplanten Hochzeit in einer wunderschönen Kirche bis zur spontanen „Trauung to go“ in einer angesagten Location – vieles ist möglich. Denn im Grunde geht es den meisten Paaren nur um eines: Gottes Segen, mit dem ihre Liebe unter einem guten Stern stehen soll. Umso wichtiger ist daher auch hier eine gute Beratung. Mit Paaren ins Gespräch kommen, zu den Möglichkeiten informieren sowie den ein oder anderen Tipp parat haben – darauf freute sich das Team am Stand der evangelischen und der katholischen Kirche im Oldenburger Land auch in diesem Jahr. 

Bereits zum 35. Mal ist der ökumenische Stand auf der Hochzeitsmesse in den Oldenburger Weser-Ems-Hallen vertreten. Direkt am Eingangsbereich zu den beliebten Modenschauen gelegen, steuern die Messebesucher*innen geradewegs drauf zu. Ideal also für einen kleinen Stopp, bei dem sich vielleicht ganz neue Sichtweisen auf die Form der Trauung ergeben. In diesem Jahr steht der Messestand unter dem Motto „Trau dich – kirchlich. Ihr habt den Traum – Wir haben die Location“. „Uns ist wichtig, auf die Wünsche der Brautpaare einzugehen und ihnen eine tolle Location mit einem festlichen Rahmen anzubieten. Gerade junge Menschen sind heute mehr als sonst auf der Suche nach Spiritualität. Genau das kann ihnen eine Kirche bieten“, sagt Sabine Schlösser, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, die an beiden Tagen am Messestand anzutreffen ist.

Segensspruch und Glockenturm
Umgeben von jeder Menge Tüll und Spitze, von Bräuten in traumhaften Kleidern und zahlreichen Ausstellenden, die all das anbieten, was es für den großen Tag braucht, ist auch das gut gelaunte Messeteam der Kirchen wieder mit diversen Aktionen präsent. Nach wie vor das Highlight: der lilafarbene Glockenturm, an dem sich jede/jeder den persönlichen Trauspruch ziehen kann. 

„Wir heiraten bald in der Kirche, daher bin ich tatsächlich noch auf der Suche nach dem passenden Segensspruch“, freut sich ein Messebesucher, der gemeinsam mit seiner Freundin über die Veranstaltung bummelt und es sich nicht nehmen lässt, sogleich ein paar wunderbare Segensworte auf dem Glockenkärtchen in den Händen zu halten. Auch Vera aus Friesoythe lässt sich nicht lange bitten, um den Spruch aus dem Inneren des Glockenturms nach oben schweben zu lassen. „Für uns steht die kirchliche Trauung schon fest. Allerdings nicht in unserer Heimatstadt, sondern in Bösel. Dort ist jetzt der Pfarrer tätig, der uns bereits getauft hat und den wir daher schon sehr lange kennen. Das ist uns wichtig, denn er hat uns beide schon unser ganzes Leben begleitet. Den Segen für unsere Trauung möchten wir deswegen auch von unserem Wunschpfarrer erhalten“, so die junge Frau, die gemeinsam mit ihrer Mutter Maria unterwegs ist. Genau wie diese einst auch, möchte Vera gerne einen Ehevorbereitungskurs der katholischen Kirche besuchen. „Ich war dafür damals sogar in einem Kloster, das hat mir sehr gut gefallen“, erinnert sich ihre Mutter. 

Sabine Orth vom Bischöflich Münsterschen Offizialat in Vechta, die seit fast 20 Jahren zum Messeteam gehört, hat festgestellt, dass sich in Bezug auf kirchliche Trauungen vieles verändert hat. „Während früher viele Paare aufgrund der Tradition kirchlich geheiratet haben, tun sie es heute aus voller Überzeugung. Sehr schön ist auch, dass sie sich viel mehr mit der Gestaltung beschäftigen, mit den Texten und auch mit dem Trauspruch.“

Das gewisse Feeling
Für Louissa und Arthur wiederum stehen Tradition und das besondere Feeling in einer Kirche ganz oben. Während sie evangelisch und er katholisch ist, stellt sich auch die Frage nach dem passenden Ort. „Wir haben uns schon einige Kirchen angesehen.“ Vielleicht wird es die sehr schöne und auch recht kleine Kirche in Rastede? Vielleicht aber auch eine andere. Pfarrer Dr. Lars Maskow von der Gemeinde in Ganderkesee und Schönemoor weiß: „Alle sechs Pfarrpersonen in unserer ziemlich großen Gemeinde trauen sehr gerne. Und wir haben dafür auch sehr schöne Kirchen“, freut sich Lars Maskow, der seit einem Jahr in der Gemeinde tätig ist. Beispielsweise die gotische Hallenkirche St.-Cyprian- und Cornelius-Kirche. Oder aber die alte Wallfahrtskirche St. Katharinen Schönemoor. Sie ist ländlich gelegen mit einer wunderschönen Allee, die auch für tolle Hochzeitsfotos wunderbar geeignet ist. 

„Es gibt lange Vorgespräche, damit wir auf die Wünsche der Paare eingehen können. Beispielsweise war da einmal ein Hund, der die Trauringe bringen sollte. Auf Zupfiff kam er die vielen Meter in der Kirche angerannt, aber sein Fell war so verwurschtelt, dass wir erst einmal die Ringe herausbekommen mussten“, erinnert sich Pfarrer Maskow schmunzelnd. Sehr schön sei eine klare Liturgie mit einer individuellen Ansprache und einem würdigen Gottesdienst. „Feeling und Glaube können zwei Worte für denselben Sinn sein. Der Schauer, der einem während der kirchlichen Zeremonie über den Rücken läuft, das Weinen und das Lachen. Jeder gute Pfarrer und jede gute Pfarrerin verbindet die Geschichte eines Paares mit Gott. Und in dieser Gottesgeschichte bekommt das Paar seinen Platz.“ 

Wie wichtig Paaren eine persönliche Ansprache bei der kirchlichen Trauung ist, das wird am Samstag auch am Stimmungsbarometer zur Frage „Was wünsche ich mir für meine kirchliche Trauung?“ deutlich: In der Röhre „Persönliche Predigt“ landeten definitiv die meisten Bälle.

Auch am Sonntag, 20. September, kann der gemeinsame Stand der evangelischen und katholischen Kirche im Oldenburger Land besucht werden. Von 10 bis 17 Uhr bietet die Hochzeitsmesse in den Oldenburger Weser-Ems-Hallen dazu die Gelegenheit.

Weitere Informationen zur Hochzeitsmesse finden Sie unter: https://www.hochzeitsmesse-oldenburg.de/ 
 

Zu sehen ist der Messestand mit dem neuern Motto: Das neue Motto „Trau dich – kirchlich. Ihr habt den Traum – Wir haben die Location“.
Das neue Motto „Trau dich – kirchlich. Ihr habt den Traum – Wir haben die Location“ lädt zum Verweilen ein.
Zu sehen ist das gut gelaunte Messeteam am Samstagmorgen (von links): Sabine Orth, Pfarrer Lars Maskow und Sabine Schlösser.
Das gut gelaunte Messeteam am Samstagmorgen (von links): Sabine Orth, Pfarrer Lars Maskow und Sabine Schlösser.
Zu sehen ist ein Paar am Glockenturm mit Segenssprüchen.
Bislang gab es noch keinen passenden Trauspruch. Vielleicht hat sich das gerade geändert.
Zu sehen ist Vera (rechts), die sich gemeinsam mit ihrer Mutter Maria informiert.
Gemeinsam mit ihrer Mutter Maria informiert sich Vera (rechts) über die vielfältigen Möglichkeiten.
Zu sehen ist das Das Barometer, das zum Mitmachen einlädt.
Das Barometer lädt zum Mitmachen ein.
Zu sehen sind Luftballons, die am Messestand nicht fehlen dürfen.
Luftballons dürfen am Messestand nicht fehlen.