Kegelrobben werden bis zu 300 Kilogramm schwer und drei Meter lang. Vor 20 Jahren hierzulande fast ausgestorben, steigt ihre Zahl ständig weiter an. Die Politik wertet das als Erfolg für den Artenschutz.
Hannover (epd). Die Population von Kegelrobben im niedersächsischen Wattenmeer steigt weiter an. Wie das Landesumweltministerium am Mittwoch in Hannover mitteilte, wurden bei den jüngsten Zählungen im vergangenen Winter 575 Jungtiere und 1.117 erwachsene Kegelrobben erfasst. Das war ein Zuwachs von 136 neugeborenen Tieren gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden damit 1.692 Kegelrobben während der Wurfsaison im Winter 2025/26 gezählt - die höchste bislang festgestellte Zahl im niedersächsischen Wattenmeer.
«Die Rückkehr und der stetige Zuwachs der Kegelrobben im niedersächsischen Wattenmeer sind eine echte Erfolgsgeschichte des Natur- und Artenschutzes», sagte Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne). Noch vor zwanzig Jahren seien Kegelrobben hier praktisch ausgestorben gewesen: «Heute können wir dank konsequenten Schutzes und der engagierten Zusammenarbeit von Natur- und Artenschutz diese faszinierenden Tiere wieder in großer Zahl an der Nordseeküste begrüßen.» Niedersachsen ist nach den Niederlanden das wichtigste Kegelrobbengebiet im Wattenmeer.
Die Kegelrobbe ist das größte frei lebende Raubtier in Mitteleuropa. Sie wird bis zu 300 Kilogramm schwer und kann drei Meter groß werden. Der Name leitet sich von den kegelförmigen Zähnen und der Kopfform der Robbe ab. Kegelrobben gebären im Winter auf ungestörten Sandbänken oder Stränden und sind damit besonders auf geschützte Lebensräume angewiesen.