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Beim Himmelfahrtstreffen in Bursfelde warnt Theologe Thomas Kaufmann vor der Macht des Bösen - und setzt seiner zerstörerischen Kraft die Botschaft der Liebe entgegen.

Bursfelde/Kr. Göttingen (epd). Der Göttinger Theologieprofessor Thomas Kaufmann hat angesichts von Christi-Himmelfahrt an die Macht der Worte und der Liebe gegen das Böse erinnert. «Wo geliebt wird, wo Menschen einander um ihrer selbst Willen annehmen, hat das Böse seine Macht verloren», sagte Kaufmann in einem Gottesdienst zum traditionellen Himmelfahrtstreffen der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen im Kloster Bursfelde.

Das Böse sei mächtig, penetrant und lasse nicht locker, mahnte Kaufmann laut Predigtmanuskript. Es vergifte menschliche Beziehungen, schüchtere ein und mache aus verantwortungsvollen Mitbürgern willfährige Handlanger. Die biblische Geschichte von Himmelfahrt erinnere aber daran, dass Jesus das Böse mit Gottes Wort überwunden habe. «Es ist das Wort, das uns aufrichtet. Es ist das Wort, das uns tröstet.»

Professoren wurden zu Äbten
Das Kloster Bursfelde wurde 1093 als Benediktiner-Abtei gegründet. 1648 wurde es evangelisch. Bis 1672 lebten dort Mönche. 1971 fanden in der noch stark verfallenen Klosterkirche die ersten Sommerkonzerte statt, die Klosterkammer Hannover ließ das Gebäude später aufwendig sanieren. 1978 wurde das Kloster zum Tagungshaus, seit 2007 ist es in Trägerschaft der hannoverschen Landeskirche.

Bereits seit 1828 werden Professoren der Theologischen Fakultät in Göttingen zu Äbten des Klosters Bursfelde berufen. Sie werden seit 1955 von der niedersächsischen Landesregierung vorgeschlagen und vom Kirchensenat der hannoverschen Landeskirche ernannt. Die Äbte üben das Kanzelrecht in der Klosterkirche aus und können zu wissenschaftlichen Zusammenkünften in das Kloster einladen. Seit 2016 ist der Kirchengeschichtler Thomas Kaufmann Abt von Bursfelde, er hält dort am Himmelfahrtstag auch die Predigt.

Internet:
Himmelfahrtstreffen: https://s.epd.de/3ucf