Rund 140 hauptberufliche Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker der hannoverschen Landeskirche kommen in Hildesheim zu ihrem Generalkonvent zusammen. Bei dem Treffen geht es um die künftige Rolle der Musik in Kirche und Gesellschaft.
Hildesheim (epd). Rund 140 hauptberufliche Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers kommen am 1. und 2. September in Hildesheim zu ihrem Generalkonvent zusammen. Unter dem Leitgedanken «Zukunft gestalten - Kirchenmusik in Transformation» beraten sie in der Fortbildungsstätte Michaeliskloster über neue Formen der Zusammenarbeit, wie die Landeskirche am Freitag in Hannover mitteilte. Der Konvent findet alle vier Jahre statt.
Diskutiert werden sollen Themen wie regionale Kooperationen, die Weiterentwicklung der Kirchenmusik in der Fläche sowie die musikalische Bildung und Ausbildung, wie es hieß. Landeskirchenmusikdirektor Benjamin Dippel betonte: «Wir brauchen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, die künstlerisch stark, sprachfähig und teamorientiert sind und ihre Kompetenzen selbstbewusst in den Transformationsprozess unserer Kirche einbringen.» Dafür seien gute Arbeitsbedingungen nötig.
Am ersten Abend nimmt auch Landesbischof Ralf Meister an dem Treffen teil. «Kirchenmusik stiftet Gemeinschaft und schafft einen niedrigschwelligen Zugang zu religiöser Erfahrung», sagte er. Untersuchungen zeigten, dass mehr als die Hälfte aller der Befragten Kirchenmusik als inspirierend empfänden - darunter auch 43 Prozent der Konfessionslosen. Deshalb habe diese Arbeit in der Kirche eine zentrale Bedeutung.
Oberkirchenrätin Dorothee Arnold-Krüger hob hervor, dass Kirchenmusik grundlegend zur Verkündigung gehöre. Für viele Menschen erhalte ein Gottesdienst erst durch die Musik eine besondere Tiefe.
In der Landeskirche Hannovers musizieren nach Kirchenangaben rund 52.000 Menschen in über 2.300 Gruppen. Neben etwa 150 Hauptberuflichen engagieren sich rund 1.900 nebenberufliche und 960 ehrenamtliche Mitwirkende in den Gemeinden.