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Dürfen Christen in Rüstung investieren und vom Krieg profitieren? Der braunschweigische Oberlandeskirchenrat Jörg Mayer lehnt das klar ab. Man könne nicht «für den Frieden beten und an Kriegsgewinnen mitverdienen».

Königslutter (epd). Der Finanzchef der Landeskirche in Braunschweig, Jörg Mayer, hat sich gegen Investitionen in Rüstungsfonds ausgesprochen. «Wir können nicht für den Frieden beten und an Kriegsgewinnen mitverdienen», sagte der Vorsitzende der Kirchenregierung am Palmsonntag in einem Gottesdienst in Schandelah bei Königslutter laut Redemanuskript. Kirchliches Geld dürfe sich nur entlang von vier Leitplanken vermehren. Dies seien Frieden, Gerechtigkeit, der Schutz der Schwachen und Abbau von Ungleichheit.

# Frieden ist ein Prozess

«Wir fragen nach der Ethik unseres Geldes», fuhr der Oberlandeskirchenrat fort. «Welche Banken, welche Fonds, welche Projekte unterstützen wir - als Kirche, als Gemeinde als Einzelne?» Die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine, aber auch der Klimawandel und polarisierte Gesellschaften zeigten die Brutalität der Welt. «Frieden scheint fern und doch bleibt er Auftrag.» Er wachse, wo Menschen Verantwortung übernehmen. «Wir sind Teil dieses Prozesses - nicht Zuschauer, sondern Mitwirkende.»

Palmsonntag ist der letzte Sonntag vor Ostern und eröffnet die Karwoche. Der Tag erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem. Den Evangelien zufolge ritt Jesus auf einem Esel in die Stadt und wurde vom Volk jubelnd empfangen.