Die Umgebung des Klosters Loccum ist geprägt von Wasserläufen, Teichen und Wäldern, angelegt durch Zisterzienser-Mönche. Jetzt werden naturinteressierte Menschen gesucht, die Lust haben, anderen diese besondere historische Landschaft zu zeigen.
Loccum/Kr. Nienburg (epd). Das Kloster Loccum bei Nienburg startet erstmals eine Fortbildung zu ehrenamtlichen Landschaftsführerinnen und -führern. Sie richtet sich an kultur- und naturinteressierte Menschen, die Freude daran haben, Geschichte, Landschaft und regionale Besonderheiten anderen näherzubringen, wie das Kloster mitteilte. Die Ehrenamtlichen sollen künftig Führungen auf den Wegen der Klosterlandschaft anbieten und Besucherinnen und Besucher begleiten.
Die Ausbildung umfasst den Angaben zufolge zwei Kurswochenenden Mitte August und Mitte September mit Vorträgen, Workshops und praktischen Exkursionen. Neben der Erkundung des kleinen und großen Landschaftswegs rund um das heute evangelische Kloster aus dem 12. Jahrhundert vermittele die Fortbildung zudem Grundlagen der Organisation, Didaktik und Methodik von Führungen. In der Kursgebühr von 100 Euro seien Verpflegung, Kursbegleitung und Kursmaterial enthalten, hieß es
Die Klosterlandschaft Loccum ist den Angaben zufolge geprägt von historischen Wasserläufen, Teichen, Wäldern und jahrhundertealten Spuren klösterlicher Landschaftsgestaltung der Zisterzienser. Sie ist im Rahmen des europäischen Projekts «Cisterscapes» mit dem Europäischen Kulturerbesiegel ausgezeichnet worden.
Das zwischen Weser und Steinhuder Meer gelegene Kloster wurde 1163 von Zisterzienser-Mönchen gegründet und wechselte um das Jahr 1600 zum evangelischen Glauben. Heute ist es ein geistliches Zentrum der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der größten protestantischen Landeskirche in Deutschland. Seit mehr als 200 Jahren dient es als Predigerseminar für angehende Pastoren und Pastorinnen in Niedersachsen und Bremen.
Loccum gilt neben dem Kloster Maulbronn in Baden-Württemberg als das am besten erhaltene Zisterzienser-Kloster nördlich der Alpen. Das Kloster gehört heute zur «Gemeinschaft Evangelischer Zisterzienser-Erben in Deutschland».