Extremtemperaturen belasten die Gesundheit der Beschäftigten in Niedersachsen. Dies zeigt sich nach Angaben der Barmer Krankenkasse an neuen Spitzenwerten bei Kreislauferkrankungen während der jüngsten Hitzephasen.
Hannover (epd). Angesichts extremer werdender Hitze-Ereignisse warnt die Krankenkasse Barmer vor wachsenden gesundheitlichen Problemen und zunehmenden Krankenständen. «Schon ab Temperaturen von etwa 30 Grad steigt das Risiko für akute Kreislaufprobleme», sagte die Landeschefin der Kasse, Heike Sander, am Freitag in Hannover. Die Auswirkungen von Extremwetter auf die Gesundheit stellten eine wachsende Herausforderung dar.
Nach einer Auswertung der Arbeitsunfähigkeitsstatistik unter den eigenen Versicherten habe der Krankenstand wegen Kreislauf-Erkrankungen Ende Juni ein Spitzenniveau erreicht, erläuterte die Krankenkasse. Zu diesem Zeitpunkt seien in Niedersachsen Temperaturen von teilweise über 40 Grad gemessen worden. Der Tag mit der höchsten Ausfallquote sei am 26. Juni mit 0,28 Prozent aller Barmer-Versicherten in Niedersachsen registriert worden - nach Angaben der Kasse ist das der höchste gemessene Tageswert seit 2019.
Besonders belastend seien extreme Temperaturen für ältere und vorerkrankte Menschen, unterstrich Sander. Um gesundheitliche Schäden zu vermeiden, sollten größere Anstrengungen, Flüssigkeitsmangel und direkte Sonneneinwirkung vermieden werden.
Die Barmer forderte deshalb rechtzeitige Vorbereitungen und gezielte Schutzmaßnahmen in den Betrieben. Es sei erforderlich, wirksame Vorkehrungen zu treffen, um die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten auch künftig bei Extremwetter zu sichern, hieß es.