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Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz hat mit der Qualifizierung von Mitarbeitenden für Moor-Projekte wie Wiedervernässungen begonnen.

Hannover/Schwerin (epd). Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz bildet erstmals eigene Fachkräfte für den Moorschutz aus. «Moorschutz ist Klimaschutz und Klimaanpassung zugleich», sagte Umweltminister Christian Meyer (Grüne) am Donnerstag in Hannover. Intakte Moore hielten Wasser in der Landschaft und würden angesichts des Klimawandels immer wichtiger. Dafür benötige das Land gut qualifizierte Fachkräfte, die etwa Projekte zur Wiedervernässung von Mooren vor Ort planten und umsetzten.

Niedersachsen beteiligt sich den Angaben zufolge als erstes weiteres Bundesland an dem Qualifizierungsprogramm, das ursprünglich von Mecklenburg-Vorpommern als Fachkräfte-Offensive aufgebaut wurde. Im ersten Ausbildungsjahr werden die beiden Mitarbeiterinnen laut Ministerium in den Betriebsstellen Oldenburg und Lüneburg eingesetzt, die Regionen mit großen Moorflächen und zahlreichen Schutzprojekten betreuen. Während der dreijährigen Qualifizierung sollen sie jährlich ihre Ausbildungsstätte wechseln, um die unterschiedlichen Moorregionen und Vorhaben von der Planung und Genehmigung bis zur Umsetzung kennenzulernen.

Koordiniert wird das Programm vom Institut zur Ausbildung von Moorspezialisten am mecklenburg-vorpommerschen Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie. Die Initiative verbindet die Moorforschung der Universität Greifswald mit der praktischen Arbeit vor Ort. Das Modellvorhaben ist Teil des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz. Das Bundesamt für Naturschutz fördert das Programm mit Mitteln des Bundesumweltministeriums zu 90 Prozent mit rund 34 Millionen Euro. Die beteiligten Länder tragen zehn Prozent.