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Hannovers Landesbischof Ralf Meister hat sich anlässlich des jüdischen Neujahrsfests mit einem Grußwort an die jüdischen Gemeinden gewandt. Darin zeigt er sich besorgt angesichts der Lage jüdischer Gemeinden in Europa.

Hannover (epd). Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat Jüdinnen und Juden in Niedersachsen Segenswünsche zum Neujahrsfest Rosch Haschana übermittelt. «Ihnen, Ihrer Familie, dem Landesverband und allen jüdischen Gemeinden in Niedersachsen wünsche ich von Herzen ein gutes, friedliches und gesegnetes neues Jahr», schreibt der evangelische Theologe in einem am Freitag veröffentlichen Grußwort.

Meister warnte zugleich vor einer zunehmenden antisemitischen Bedrohung in Europa. Er verwies auf ein jüngst veröffentlichtes Lagebild der europäischen Rabbinerkonferenz und ergänzte: «Politische Entwicklungen erfüllen uns mit Sorge, Wahlen und ihr Ausgang rufen Befürchtungen wach.»

Der Landesbischof sagte den jüdischen Gemeinden die Solidarität der Landeskirche zu: «Als evangelisch-lutherische Landeskirche setzen wir uns dafür ein, dass Jüdinnen und Juden in unserem Land nicht nur ein sicheres, unbehelligtes Leben führen können, sondern ihre Kultur und Religionsausübung fest und selbstverständlich in unserem Gemeinwesen verankert sind».

Das jüdische Neujahrsfest beginnt im Jahr 2026 mit Sonnenuntergang am 11. September und endet mit Einbruch der Dunkelheit am 13. September. Es markiert den Beginn des jüdischen Jahres 5787. Rosch Haschana steht am Anfang der zehntägigen Bußzeit, die mit dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur endet.