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Eine neue Broschüre informiert über die elf Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Niedersachsen. Das Judentum gehöre untrennbar zur Gegenwart und Zukunft des Landes, betont Ministerpräsident Lies im Vorwort.

Hannover (epd). Der Landesverband der elf Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) in Niedersachsen informiert mit einer neuen Broschüre über die Arbeit seiner Mitglieder. Die Publikation gehe in diesen Tagen den Fraktionen des niedersächsischen Landtags zu, nicht jedoch der AfD-Fraktion, teilte die Vorsitzende der GCJZ Hannover, Hanna Kreisel-Liebermann, am Freitag mit. Auch Ministerien, welche die Arbeit der Gesellschaften betrifft, erhielten Exemplare.

„Die christlich-jüdische Zusammenarbeit verbindet Erinnerung und Gegenwart“, betont Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) im Vorwort der Broschüre. „Sie hält das Bewusstsein für die Verbrechen des Nationalsozialismus wach und richtet den Blick auf das heutige jüdische Leben.“ Das Judentum in Niedersachsen sei nicht nur ein bedeutender Teil der Geschichte, sondern gehöre untrennbar zur Gegenwart und Zukunft des Landes.

Schutz jüdischen Lebens

Die Gesellschaften leisteten einen wichtigen Beitrag für ein friedliches und respektvolles Miteinander, sagte Lies weiter. Angesichts zunehmender antisemitischer Anfeindungen und Bedrohungen komme es darauf an, zu widersprechen und entschlossen zu handeln. „Jüdinnen und Juden müssen in Niedersachsen sicher und ohne Angst leben und ihre Religion frei ausüben können. Dafür steht die niedersächsische Landesregierung ein.“

In den elf Mitgliedsgesellschaften setzen sich den Angaben zufolge rund 1.200 Bürgerinnen und Bürger für den christlich-jüdischen Dialog und die Bekämpfung von Antisemitismus sowie für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Der Landesverband wurde im Dezember 2023 gegründet, um die Arbeit der Gesellschaften zu vernetzen und ihre Interessen gegenüber der Politik zu vertreten.