Leipzig, Osnabrück (epd). Mit einem Friedensgebet in der Nikolaikirche haben am Freitagnachmittag in Leipzig die Feierlichkeiten zur Erinnerung an die friedliche Revolution im Herbst 1989 begonnen. Superintendent Joachim Jeska aus Osnabrück rief in seiner Predigt zum Engagement für den Frieden auf. Es gelte, Verantwortung für nachfolgende Generationen zu übernehmen. An dem Friedensgebet nahmen rund 1.000 Menschen teil.
Jeska würdigte das Engagement der Menschen in der DDR, insbesondere den Mut der Demonstrierenden vom 9. Oktober 1989 in Leipzig. Im Anschluss war die „Rede zur Demokratie“ mit der deutsch-amerikanischen Politikwissenschaftlerin und Autorin Cathryn Clüver Ashbrook geplant.
Kerzen-Installation 89
Für den Abend wurde zum „Lichtfest Leipzig“ in der gesamten Innenstadt eingeladen. Traditionell wird dort auch eine Kerzeninstallation in Form einer 89 aufgestellt. Sie steht symbolisch für das Revolutionsjahr 1989. Besucherinnen und Besucher können Kerzen abstellen und einen Moment innehalten.
Am 9. Oktober 1989 demonstrierten in Leipzig mehr als 70.000 Menschen. Der Massenprotest gilt als entscheidende Wegmarke der Herbstrevolution in der DDR. Wenige Wochen später fiel die Berliner Mauer.