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Heiße und trockene Sommertage erschweren Eichhörnchen die Suche nach Nahrung und Wasser. Um die Tiere zu unterstützen, können Gartenbesitzer mit einfachen Mitteln helfen.

Hannover (epd). Eichhörnchen gelten als anpassungsfähig und sind längst nicht mehr nur in Wäldern, sondern auch in Parks und Gärten zu Hause. Doch heiße und trockene Sommertage setzen den flinken Kletterkünstlern kräftig zu. Beim Naturschutzbund (Nabu) Niedersachsen häuften sich in den vergangenen Wochen die Meldungen von Menschen, die erschöpfte oder hilfsbedürftige Tiere beobachtet haben, wie der Verband in Hannover mitteilte. Vor allem in Städten fehlten den Tieren häufig Wasser, Nahrung, Schatten und geschützte Rückzugsorte. Mit einfachen Mitteln könne den Hörnchen in den Sommermonaten geholfen werden, sagen die Naturschützer.

Der Nabu empfiehlt, während längerer Hitzeperioden flache Wasserschalen an schattigen und geschützten Stellen aufzustellen und das Wasser täglich zu wechseln. Ein Stein oder Stück Holz in der Schale erleichtere zudem Wasser trinkenden Insekten den Ausstieg.

Naturnahe Gärten mit heimischen Gehölzen wie Hasel-, Walnuss- oder Buchenbäumen bieten den Tieren Nahrung und Schutz. Auch dichte Sträucher und ungestörte Rückzugsorte sind wichtig für sie. Ergänzend können ungesalzene Hasel- und Walnüsse oder Sonnenblumenkerne angeboten werden.

Allein sitzende Jungtiere sollten den Naturschützern zufolge zunächst beobachtet und nicht berührt werden. Wirken sie verletzt oder apathisch oder suchen auffällig die Nähe von Menschen, sollten Wildtierstationen oder Tierarztpraxen kontaktiert werden. Von einer Fütterung mit Kuhmilch rät der Nabu hingegen ab: Entgegen einer weitverbreiteten Annahme sei diese für junge Eichhörnchen ungeeignet.

Noch gilt das Europäische Eichhörnchen nicht als gefährdete Art. Dennoch könnten auch vermeintlich häufige Arten innerhalb kurzer Zeit stark unter Druck geraten, erläutert Nabu-Pressesprecher Lamin Neffati: «Mit Wasser, heimischen Gehölzen und sicheren Rückzugsorten kann in diesen Tagen jeder Garten zu einem wichtigen Zufluchtsort werden.»