Bänke, Blumenwiese, Schmetterlinge und Hummeln: der neu eingeweihte "Mötesplats" in Cloppenburg ist sowohl Treffpunkt als auch ein Beitrag zur Verbesserung des lokalen Klimas.
„Ein offener Park für alle Generationen, ein Ort zum Verweilen, für Gespräche, zum Zuhören und für gemeinsames Miteinander.“ – so stellte Hans Jürgen Hoffmann, Vorsitzender des Fördervereins Schwedenheim, die neue Naturoase Mötesplats (schwedisch für Treffpunkt) neben dem evangelischen Kindergarten Schwedenheim an der Friesoyther Straße in Cloppenburg vor. Und in der Tat ist hier ein Kleinod der besonderen Art entstanden: Von Bänken schaut man auf eine Blumenwiese, auf der sich Schmetterlinge, Hummeln und viele andere Insekten tummeln.
Als 2020 bekannt wurde, dass das Schwedenheim dem Neubau des evangelischen Kindergartens weichen muss, gründete sich der Förderverein Schwedenheim und schlug der Kirchengemeinde vor, Flächenteile gärtnerisch zu gestalten. Ohne die vielen Ehrenamtlichen, stellte Hans Jürgen Hoffmann in seiner Begrüßung zur Einweihung des Platzes fest, wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Es begann mit gestalterischen Ideen, es wurden Förderanträge gestellt, Texte für die Schautafeln geschrieben und schließlich gebuddelt und gepflanzt, um den Mötesplats zu vollenden. Wichtig ist dem Förderkreis der Fokus auf Nachhaltigkeit. So wurden die Bänke aus 70 Jahre altem Eichenholz gebaut. Der Platz wurde nach ökologischen und klimatischen Gesichtspunkten angelegt: heimische Pflanzen, Bäume, Büsche und Stauden sind mitten in Cloppenburg ein Beitrag zur Verbesserung des lokalen Klimas.
Andrea Feyen, Umweltbeauftragte der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, sah in dem Projekt Mötesplats ein gutes Beispiel für das gesamtkirchliche Anliegen Bewahrung der Schöpfung. Solche Aktionen könnten auch anderen Kirchengemeinden zum Vorbild dienen, so Feyen, und zur Nachahmung einladen.
Der Förderkreis ist deshalb für die finanzielle Unterstützung der viele Spenderinnen und Spender dankbar, die sich an der Crowdfunding-Aktion der Volks- und Raiffeisenbank Südoldenburg beteiligt haben. Gleicher Dank gilt der Leader Region Soesteniederung für ihre finanzielle Unterstützung, ohne die die Realisation des Projektes nicht möglich gewesen wäre.
Pfarrer in Ruhe Volker Wittkowski betonte in seiner Andacht, gerade dieses Projekt zeige, dass viele kleine Projekte einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für unsere Umwelt und die Schöpfung insgesamt darstellten. Musikalisch umrahmt wurde die Einweihung vom Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Cloppenburg.
Ein Beitrag von Carsten Homann


