Die Hitze macht nicht nur Haus- und Wildtieren zu schaffen, auch Insekten leiden unter Trockenheit und Wassermangel. Naturschützer geben Tipps, wie Bienen, Hummeln & Co. einfach geholfen werden kann.
Hannover (epd). Der Naturschutzbund (NABU) ruft zur Dursthilfe für Insekten auf, die durch die anhaltende Hitze bedroht sind. Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge könne schon mit einer einfachen Insektentränke geholfen werden, erklärte der niedersächsische NABU-Landesverband am Mittwoch in Hannover.
Wasser benötigten Insekten nicht nur, um ihren eigenen Durst zu stillen, sagte NABU-Sprecher Lamin Neffati. Manche Wildbienen brauchten es beispielsweise, um Lehm anzufeuchten, in den sie ihre Gänge und Brutzellen bauen. Gerade in längeren Trockenperioden würden geeignete Wasserstellen zunehmend knapp.
Für eine Insektentränke reiche eine flache Schale, die mit kleinen Steinen und etwas Moos ausgestattet werde. Die Steine sollten etwa zur Hälfte aus dem Wasser ragen. So fänden die Tiere sichere Landeplätze und könnten trinken, ohne ins Wasser zu fallen. Auch das Moos nehme Feuchtigkeit auf und bietet den Insekten zusätzliche Trinkmöglichkeiten. Die Tränke sollte an einem gut sichtbaren Platz im Garten, auf dem Balkon oder auf dem Fensterbrett stehen und regelmäßig mit frischem Wasser versorgt werden.
Auch kleine Teiche auf Balkonen könnten Insekten helfen, hieß es weiter. Nicht geeignet seien dagegen tiefe Gefäße mit steilen Wänden. Ohne Steine, Pflanzen oder andere Ausstiegshilfen könnten sie für Insekten zur tödlichen Falle werden.