Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer steht künftig an der Spitze des Bistums Münster. Niedersächsische Bischöfe zeigten sich beeindruckt von Wilmers Wirken im Land.
Hannover/Hildesheim (epd). Kirchliche Würdenträger aus Niedersachsen haben dem Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer zur Ernennung als Bischof im Bistum Münster gratuliert. «Ich gratulierte Bischof Wilmer von Herzen und ich freue mich, dass er mit dem Offizialat in Vechta mit uns in Niedersachsen verbunden bleibt», sagte der Ratsvorsitzende der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, der Oldenburger Bischof Thomas Adomeit, am Donnerstag. Das Offizialat Vechta ist der niedersächsische Teil des Bistums Münster. Das Münsteraner Domkapitel hatte Wilmers Ernennung am Donnerstag bekanntgegeben.
Als Beispiele gelungener ökumenischer Zusammenarbeit nannte Adomeit den geplanten gemeinsamen Christlichen Religionsunterricht (CRU) an niedersächsischen Schulen sowie vertrauensvolle Gespräche mit Wilmer in der Runde der Leitenden Geistlichen in Niedersachsen und Bremen. «Wir konnten das Gemeinsame suchen und stärken. Möge ihm das bei den neuen Aufgaben in Münster ebenfalls gelingen.»
Dankbar für Wilmers Wirken in Hildesheim zeigte sich der Generalvikar der Diözese, Martin Wilk: Wilmer habe das Bistum «mit Klarheit, geistlicher Orientierung und großer Verantwortung begleitet». Weihbischof Martin Marahrens lobte dessen «unkomplizierte Nähe zu den Menschen, gerade auch zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen». Der Osnabrücker katholische Bischof Dominicus Meier hob die nachbarschaftliche Verbundenheit mit dem Bistum Münster hervor. Er freue sich darauf, die gute Zusammenarbeit mit Wilmer fortzusetzen.
Heiner Wilmer ist im emsländischen Schapen geboren und aufgewachsen. Er ist seit 2018 Bischof von Hildsheim. Der 64-jährige Wilmer war erst Ende Februar zum Vorsitzenden der Bischofskonferenz gewählt worden. Bis zur Amtseinführung in Münster bleibt er Bischof von Hildesheim. Das Bistum Münster ist mit gut 1,6 Katholiken das mitgliederstärkste deutsche Bistum.