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Jedes Jahr gestalten Jugendliche von der Heisterbergschule in Hannover das Gedenken an die jüdischen Opfer der Reichspogromnacht 1938 mit. Dafür werden sie jetzt mit einer Bronzeplakette geehrt.

Hannover (epd). Für ihr jährliches Engagement zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 sind Jugendliche der Heisterbergschule in Hannover mit der diesjährigen «Abraham-Plakette ausgezeichnet worden. Mit der Bronzeplakette würdigt die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) in Hannover besondere Projekte zum Gedenken an die Judenverfolgung in der NS-Zeit. Der undotierte Preis wurde nach Angaben der Organisatoren am Sonntag bei einer Feierstunde zur bundesweiten »Woche der Geschwisterlichkeit« in der Katholischen Akademie in Hannover verliehen.

Die Schülerinnen und Schüler der Oberschule gestalteten jedes Jahr die Gedenkfeier für die Opfer der Reichspogromnacht am 9. November 1938 am Mahnmal für die damals zerstörte hannoversche Synagoge mit, hieß es. »Das machen sie hervorragend«, sagte die Vorsitzende der GCJZ Hannover, Hanna Kreisel-Liebermann.

Zudem setzten sie sich immer wieder für das Gedenken an die 1.001 Menschen ein, die am 15. Dezember 1941 aus Hannover nach Riga deportiert wurden. An sie erinnert ein Mahnmal am Opernplatz. Die Jugendlichen engagierten sich auch für die jüdische Gedenkstätte im Nachbar-Stadtteil Ahlem.

Die 1953 gegründete GCJZ Hannover vergibt die »Abraham-Plakette" seit 2012. Im vergangenen Jahr ging sie an die Evangelische IGS in Wunstorf bei Hannover für ein Projekt im Geschichtsunterricht zum Nationalsozialismus.