Die Medienlandschaft im Nordwesten Deutschlands formiert sich neu. Die Osnabrücker NOZ/mh:n-Gruppe plant die Mehrheitsübernahme der Zeitungsgruppe Ostfriesland. Zugleich wechselt der Ostfriesische Kurier zur OM-Mediengruppe.
Osnabrück/Leer (epd). Die Zeitungslandschaft im Nordwesten Deutschlands steht vor einer Umstrukturierung. Wie die Unternehmensgruppe NOZ/mh:n mit Sitz in Osnabrück am Donnerstag mitteilte, beabsichtigt der Medienverbund die Übernahme der Mehrheit an der Zeitungsgruppe Ostfriesland (ZGO). Ein entsprechender Vertrag sei unterzeichnet worden. Der Vollzug stehe noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt.
Durch die Beteiligung an der ZGO, zu der Titel wie die «Ostfriesen-Zeitung» gehören, wächst das Tageszeitungsportfolio der NOZ/mh:n-Gruppe in Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf 38 Titel an. Die Redaktionen und Titel der ZGO sollen dabei eigenständig bleiben. Die Zeitungsgruppe Ostfriesland stehe für «erstklassigen Lokaljournalismus», erklärten die Herausgeber der NOZ/mh:n-Gruppe, Jan Dirk Elstermann und Werner Ebke. Dies gelte zu bewahren und auszubauen.
Zugleich übernimmt die OM-Mediengruppe mit Sitz in Emstek bei Cloppenburg von der NOZ/mh:n-Gruppe den «Ostfriesischen Kurier» sowie die «Norderneyer Badezeitung», wie es hieß. Die OM-Mediengruppe gibt bislang die «Oldenburgische Volkszeitung» und die «Münsterländische Tageszeitung» heraus. Sie gründet für die Übernahme den Angaben zufolge die Ostfriesischer Kurier Medien GmbH, um die redaktionellen Inhalte künftig eigenständig zu produzieren.
Verlagsdienstleistungen bezieht der Verlag der Mitteilung zufolge weiterhin von der NOZ/mh:n-Gruppe. Vertreter beider Medienhäuser betonten, dass starke Allianzen notwendig seien, um Lokaljournalismus zukunftssicher aufzustellen und Größenvorteile im Markt zu nutzen.