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Zwei Monate nach dem Großbrand in der Wäscherei der Diakonie Himmelthür schließt die Staatsanwaltschaft Hildesheim einen technischen Defekt aus. Ob Brandstiftung vorliegt, ist indes unklar.

Hildesheim (epd). Rund zwei Monate nach einem Großbrand in einer Wäscherei der Diakonie Himmelsthür bei Hildesheim geht die Staatsanwaltschaft nach den bisherigen Untersuchungen von einem Sachschaden von rund 25 Millionen Euro aus. Zudem vermutet sie als Brandursache menschliches Verschulden. Ein technischer Defekt oder eine Selbstentzündung seien als Ursache auszuschließen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hildesheim am Freitag auf Nachfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd). Offen bleibe, ob der Brand durch Fahrlässigkeit oder aus Vorsatz entstanden sei.

Trotz der immensen Schadenshöhe war der Brand am 6. Januar glimpflich verlaufen. Von den rund 90 Beschäftigten, die zum Zeitpunkt des Unglücks in der Wäscherei im Hildesheimer Ortsteil Sorsum gearbeitet hatten, waren lediglich zwei leicht verletzt worden. In der Einrichtung, die Menschen mit und ohne Behinderung beschäftigt, werden nach eigenen Angaben täglich 40.000 Kilogramm Wäsche verarbeitet. Zu den Kunden zählen Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Behindertenwohnheime in ganz Norddeutschland.

Die 1884 gegründete Diakonie Himmelsthür bietet in rund 30 Städten und Dörfern in Niedersachsen Wohnungen und Arbeit für mehr als 2.000 Menschen mit geistiger oder mehrfach körperlicher Beeinträchtigung.