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Die deutschen Seenotretter trauern um zwei freiwillige Kollegen einer australischen Schwestergesellschaft, die bei einem Rettungseinsatz starben. Zum Zeichen der Trauer setzten die Seenotrettungskreuzer ihre Flagge auf halbmast.

Bremen/Brisbane (epd). Alle Seenotrettungskreuzer und -boote der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben am Montag zum Zeichen der Trauer ihre Flaggen auf halbmast gesetzt. Sie erinnerten damit an zwei freiwillige australische Seenotretter, die am 5. Mai südlich von Brisbane bei einem Einsatz starben, wie die Gesellschaft mit Sitz in Bremen am Montag mitteilte. Ihr Seenotrettungsboot kenterte in schwerer See bei dem Versuch, einem anderen Boot vor der Mündung des Richmond Rivers bei South Ballina zu Hilfe zu eilen.

«Das tragische Ereignis, das unsere australischen Kollegen getroffen hat, erinnert uns auf schmerzliche Weise daran, dass die Arbeit der Seenotretter trotz aller technischen Fortschritte nie völlig risikofrei sein kann», sagte DGzRS-Geschäftsführer Kapitän Niklas Deeken zum Tag der Trauerfeier. Die Kräfte der Natur seien stärker als der menschliche Wille und die modernste Technik.

Das letzte tödliche Unglück traf laut einem Sprecher die DGzRS vor 31 Jahren in der Nacht vom 1. auf den 2. Januar 1995. Auf der Rückfahrt von einem Rettungseinsatz nach Helgoland wurde der Seenotrettungskreuzer Alfried Krupp von einer 15 Meter hohen Welle erfasst und überschlug sich. Dabei kamen zwei der vier Besatzungsmitglieder, Bernhard Gruben und Theo Fischer, ums Leben. Die beiden weiteren Männer der Crew wurden später von dem schwerbeschädigten Schiff verletzt gerettet.