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Der Sozialverband Deutschland kritisiert die veranschlagten Verpflegungskosten in niedersächsischen Pflegeheimen. Mit knapp sieben Euro am Tag sei eine gesunde Ernährung kaum möglich, warnt der Verband.

Hannover (epd). Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen hat die schmalen Budgets für die Verpflegung in Pflegeheimen kritisiert. Wie der Verband am Dienstag in Hannover unter Berufung auf Zahlen der Schiedsstelle für die Pflegeversicherung mitteilte, werden pro Tag und Person durchschnittlich nur höchstens 6,77 Euro für Essen und Getränke veranschlagt.

Angesichts gestiegener Lebensmittelpreise sei zweifelhaft, wie damit ein frisches und gesundes Essen angeboten werden solle, sagte SoVD-Landeschef Dirk Swinke. Zugleich zahlten Pflegebedürftige im Land im Schnitt 857 Euro im Monat für Unterkunft und Verpflegung, ohne dass Transparenz über die genauen Verpflegungskosten herrsche. Laut Studien sei fast ein Viertel der Heimbewohner untergewichtig.

Um Spielraum für eine hochwertigere Verpflegung zu schaffen, forderte der SoVD vom Land Niedersachsen erneut die Übernahme der Investitionskosten für Pflegeheime. Zudem müssten verbindliche Ernährungssicherungs-Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eingeführt werden. An den Bund appellierte Swinke, verpflichtende Screenings zur Mangelernährung auch für Heime einzuführen.