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Mit den angekündigten heißen Tagen wächst die Belastung für ältere und pflegebedürftige Menschen. Der Sozialverband Deutschland warnt vor den Folgen extremer Temperaturen und fordert besseren Hitzeschutz in Pflegeheimen und Krankenhäusern.

Hannover (epd). Der Sozialverband Deutschland fordert verbindliche Maßnahmen, um ältere und pflegebedürftige Menschen während Hitzeperioden besser zu schützen. «Zimmer in Pflegeheimen und Krankenhäusern müssen klimatisiert sein», sagte der Vorstandsvorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen, Dirk Swinke, am Dienstag in Hannover.

Der Sozialverband erinnerte an die vergangene Hitzewelle Ende Juni, bei der nach Angaben des Verbands Pflegeheime in Deutschland evakuiert werden mussten. Swinke kritisierte, seitdem sei zu wenig passiert: «Es scheint, als würden die Verantwortlichen die Folgen vergessen, sobald es sich etwas abgekühlt hat.»

Zahlen des Robert Koch-Instituts in Berlin zeigen, dass ältere Menschen besonders durch extreme Temperaturen gefährdet sind. Demnach habe es in Niedersachsen bis Ende Juni bereits 510 hitzebedingte Todesfälle gegeben. Mehr als 80 Prozent der Hitzetoten seien älter als 75 Jahre gewesen.

Der Sozialverband wies zudem darauf hin, dass auch Pflegekräfte durch die hohen Temperaturen belastet werden. Hitze könne zu Erschöpfung führen und dadurch die Versorgung von Patientinnen und Patienten erschweren.

Neben der Klimatisierung von Pflegeeinrichtungen seien verbindliche Krisenpläne notwendig, forderte der Verband. Diese müssten klare Zuständigkeiten regeln und Maßnahmen wie kühlere Aufenthaltsmöglichkeiten sowie eine kostenlose Wasserversorgung im öffentlichen Raum vorsehen. «Schließlich werden die Hitzeperioden häufiger und nicht seltener», betonte Swinke.