Zum Hauptinhalt springen

Hannover (epd). Anlässlich des «Internationalen Tags gegen Rassismus» am 21. März fordert der Sozialverband Deutschland die niedersächsische Landesregierung auf, ein Antidiskriminierungsgesetz einzuführen, das für staatliche Stellen bindend ist. Ein solches Gesetz sei nötig, weil sich viele Menschen in Deutschland im Umgang mit Ämtern und Behörden benachteiligt fühlten, teilte der Verband am Donnerstag in Hannover mit.

Laut der Studie «Wie Deutschland Diskriminierung erlebt» der Antidiskriminierungsstelle des Bundes fühlt sich rund ein Viertel der Menschen, die mit Benachteiligungen zu kämpfen haben, im Kontakt mit staatlichen Stellen diskriminiert. «Auch in unserer Beratung sehen wir täglich, dass es für viele Menschen schwierig ist, ohne unsere Hilfe ihr Recht gegenüber Behörden, Kranken- und Pflegekassen durchzusetzen», sagte der Vorstandsvorsitzende des Sozialverbandes in Niedersachsen, Dirk Swinke.

Die Benachteiligung stelle eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt dar. «Wenn gerade Institutionen, die Menschen in schwierigen Lagen helfen sollen, Betroffene diskriminieren, sorgt das für massive soziale Ungleichheit», betonte Swinke.