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Jeder fünfte junge Mensch in Deutschland plant laut einer Studie auszuwandern. Der Sozialverband SoVD in Niedersachsen fordert daher, dass das Land und die Kommunen Jugendliche mehr beteiligen.

Hannover (epd). Das Land Niedersachsen und die Kommunen sollten Jugendliche nach Ansicht des Landesverbands des Sozialverbands Deutschland (SoVD) mehr beteiligen. Konkret sollten sie zum Beispiel junge Personen durch Jugendräte einbeziehen, Jugendliche mit Behinderungen beteiligen und das Ehrenamt fördern, forderte der Verband am Dienstag in Hannover mit Blick auf den Tag der Jugend am Mittwoch (12. August).

Grund für die Forderung ist, dass jeder fünfte junge Mensch in Deutschland laut der Studie «Jugend in Deutschland 2026» plant, auszuwandern. Laut der Studie sehen sich zudem junge Menschen zu wenig beteiligt. All dies sei das Ergebnis einer Politik, die die junge Generation zu vergessen scheine, sagte Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD Niedersachsen. Marode Schulen, wenige Treffpunkte, kaum Freizeitangebote und ein schlechter ÖPNV sowie kaum bezahlbarer Wohnraum und Unsicherheiten bei der Rente seien Gründe dafür, dass sich Jugendliche zu wenig gesehen fühlten, erläuterte Swinke.

«Dabei sind Kinder und Jugendliche unsere Zukunft», sagte Swinke. Gerade angesichts des Fachkräftemangels seien Auswanderungspläne eine dramatische Entwicklung. Laut Statistischem Bundesamt können die jüngeren Generationen ohnehin die Babyboomer zahlenmäßig nicht ersetzen, wenn diese in Rente gehen.