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Jährlich erhebt das Landesamt für Statistik in einem sogenannten Mikrozensus Daten über Lebensformen. In der repräsentativen «kleinen Volkszählung» werden jeweils rund 40.000 Haushalte befragt. Erste Daten über Lebensformen liegen jetzt vor.

Hannover (epd). Alleinstehende bleiben die häufigste Lebensform in Niedersachsen. Wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag in Hannover mitteilte, lebten unter den rund acht Millionen Menschen in dem Bundesland im vergangenen Jahr rund 1,8 Millionen Singles, 1,1 Millionen Paargemeinschaften und 1,1 Millionen Familien mit mehreren Personen.

In mehr als drei Viertel aller Familien (77,4 Prozent) lebte ein Paar zusammen mit mindestens einem Kind. In fast jeder vierten Familie (22,6 Prozent) war ein Elternteil alleinerziehend. Familien gelten im Mikrozensus als Lebensformen, in denen mindestens ein Elternteil mit mindestens einem Kind im Haushalt zusammenlebt.

Bei rund 749.000 Familien waren 2025 die Elternpaare verheiratet und lebten gemeinsam mit mindestens einem Kind in einem Haushalt (68,2 Prozent). In etwa 101.000 Familien waren die Eltern unverheiratet (9,2 Prozent). In 248.000 Familien lebten alleinerziehende Elternteile mit ihren Kindern in einem Haushalt (22,6 Prozent).

Während gegenüber 2015 der Anteil der Ehepaare leicht gesunken ist (70,0 Prozent), stieg der Anteil der unverheirateten Lebensgemeinschaften von 7,2 auf 9,2 Prozent an. Der Anteil der Alleinerziehenden hat sich hingegen kaum verändert - zehn Jahre zuvor waren es 22,8 Prozent.

In den niedersächsischen Familien lebten im vergangenen Jahr rund 1,9 Millionen Kinder, das waren rund 100.000 mehr als zehn Jahre zuvor. 530.000 Kinder waren volljährig und lebten im Haushalt ihrer Eltern (28,1 Prozent). Von ihnen waren 127.000 und damit 23,9 Prozent bereits 27 Jahre oder älter.