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Sommerliche Hitze hat in Niedersachsen zu Einbußen bei der Getreide- und Rapsernte geführt. Das Landesamt für Statistik verzeichnet vor allem bei Weizen und Winterraps deutlich geringere Erträge.

Hannover (epd). In Niedersachsen fällt die Getreide- und Rapsernte nach der Hitze- und Trockenperiode Ende Juni geringer aus als im Vorjahr. 2026 werden voraussichtlich rund 5,5 Millionen Tonnen Getreide ohne Körnermais in Niedersachsen geerntet, das sind 3,4 Prozent weniger als 2025, wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen am Dienstag mitteilte. Auch beim Winterraps fielen die Erträge den Angaben zufolge spürbar geringer aus.

Prägend für das Erntejahr waren demnach hohe Temperaturen während der Kornfüllungsphase. Dies führte laut Landesbehörde vielerorts zu einer beschleunigten Reife, kleineren Körnern und Qualitätseinbußen. Zudem verursachten örtliche Hagelschauer kurz vor der Ernte weitere Verluste.

Der Winterweizen bleibt den Angaben zufolge mit einem Anteil von 51,8 Prozent an der Gesamtgetreideernte die wichtigste Anbauart in Niedersachsen. Die Erntemenge sinkt 2026 voraussichtlich um 9,5 Prozent auf rund 2,8 Millionen Tonnen. Auch beim Winterraps wird mit 361.600 Tonnen ein Rückgang von 8,3 Prozent erwartet.

Dagegen entwickelte sich die Wintergerste positiv, da die Bestände bereits vor der Hitzeperiode ausreiften. Mit rund 1,3 Millionen Tonnen wurden zwölf Prozent mehr geerntet als im Vorjahr. Auch der Roggen profitierte von seiner Trockenheitstoleranz und verzeichnete ein Plus von 1,5 Prozent auf rund 850.600 Tonnen.

Die anhaltende Trockenheit bereitet den landwirtschaftlichen Betrieben den Statistiken zufolge weiter Sorgen. Auch spätere Kulturen wie Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben sowie landwirtschaftlich genutzte Wiesen und Weiden litten erheblichem an Trockenstress.