Kunststudierende der Universität Oldenburg präsentieren ihre Arbeiten im Landesmuseum Natur und Mensch. Die Ausstellung hinterfragt das Verhältnis von Mensch, Umwelt und Raum.
Oldenburg (epd). Von Menschen gestaltete Landschaften stehen im Zentrum einer Kooperationsausstellung zwischen der Universität und dem Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg. Unter dem Titel «(-)cape» zeigen 26 Studierende künstlerische Perspektiven auf Landschaft als konstruierten Raum, wie das Museum am Mittwoch in Oldenburg mitteilte. Die Schau läuft bis zum 12. November.
Die Arbeiten untersuchten Landschaft in ihren historischen, kulturellen, politischen und ökologischen Dimensionen. Sie Ausstellung ermögliche den Besuchenden vielfältige Auseinandersetzungen mit der Natur und den emotionalen Verbindungen zu ihr, erläuterte Museumsdirektorin Ursula Warnke. Das Museum wolle Räume für Reflexion und Dialog öffnen und neue Zugänge zu Gegenwartsfragen schaffen.
Installationen, Audioarbeiten und Performance
Die Werke sind den Angaben zufolge in den Lehrgebieten Skulptur und Fotografie am Institut für Kunst und visuelle Kultur entstanden. Sie zeichneten sich durch eine große mediale Vielfalt aus, die sich teils weit von klassischer Fotografie und Skulptur entferne, sagte Fotografie-Dozentin Franziska von den Driesch. Dazu zählten auch raumgreifende Arbeiten, Video- und Medieninstallationen, Performances und Hörstücke.
So erkunde Julia Arionus in ihrer Installation «Teetied» anhand ostfriesischer Kultur die Verbindung von Landschaft und Zugehörigkeit, wie das Museum erläuterte. Johanna Bäuerlein verhandele in drei Hörstationen Macht- und Eigentumsverhältnisse an Land und Lebewesen. Anhand gewaltiger Zahlen mache Rüveyda Sahin in einem Sprechtext die unvorstellbaren Dimensionen des Universums und die Bedingungen des Alltags erfahrbar.