Nach der verheerenden Sturzflut in Nepal stellt das Hilfswerk Terre des Hommes 30.000 Euro für Soforthilfe bereit. Für die weitere Versorgung bittet die Organisation um Spenden.
Osnabrück (epd). Nach der verheerenden Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet stellt das Kinderhilfswerk Terre des Hommes 30.000 Euro für Soforthilfe bereit und bittet um Spenden. Nach der Flutwelle spitze sich die humanitäre Lage in dem Krisengebiet dramatisch zu, sagte Vorstandssprecher Joshua Hofert am Donnerstag in Osnabrück. Nach bisherigen Berichten kamen dort mindestens 190 Menschen ums Leben. Mehr als 1.300 Menschen gelten als vermisst.
Ganze Ortschaften sind Terre des Hommes zufolge von Schlamm- und Geröllmassen zerstört. Mindestens 10.000 Haushalte seien von der Katastrophe betroffen. Nach ersten Bedarfsanalysen benötigten die Betroffenen vor allem Notunterkünfte, Nahrungsmittel, sauberes Trinkwasser und eine medizinische Grundversorgung.
Besonders dramatisch sei die Lage für Kinder, die von ihren Eltern getrennt wurden oder Angehörige verloren haben. Neben dem Verlust ihres Zuhauses drohten ihnen erhebliche gesundheitliche und psychische Folgeschäden. «Kinder tragen in Katastrophen wie dieser eine unvorstellbare Last», sagte Hofert.
Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe bittet Terre des Hommes die Menschen um Spenden. Die bisher mobilisierten Mittel reichten für die Versorgung und den Schutz der betroffenen Familien nicht aus, unterstrich die Hilfsorganisation.