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Mit einem kompletten Festwochenende wurde in Hannover der Christopher Street Day gefeiert. Mitten in der friedlichen Atmosphäre machte auch die Kirche diverse Angebote für die Gäste.

Hannover (epd). Tausende Menschen haben am Pfingstwochenende friedlich den Christopher Street Day (CSD) in Hannover gefeiert. Bereits am Freitag hatte die Queer-sensible Seelsorge der hannoverschen Landeskirche erstmalig zu einem Gottesdienst am Vorabend des CSD eingeladen. Mit der Veranstaltung in der zentralen Marktkirche in Hannover sollte ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt und die uneingeschränkte Würde jedes Menschen gesetzt werden, teilte der Sprengel Hannover der Landeskirche mit.

Der Gottesdienst richtete sich den Angaben zufolge ausdrücklich an alle Menschen unabhängig von sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, Herkunft oder religiöser Bindung. Mitwirkende waren unter anderem Landesbischof Ralf Meister, Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes und «Meine Herr´n - der schwule Männerchor Hannover».

Demo und Bauwagenkirche
Am Sonnabend beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 10.000 Menschen an der CSD-Demo durch die Landeshauptstadt. Daneben wurde auf mehreren Bühnen und an Info-Ständen Programm geboten. Der Sonntag des CSD-Wochenendes startete mit einem Gottesdienst auf der Hauptbühne auf dem Opernplatz. Daran schlossen sich Beiträge aus der queeren Community an.

Die evangelische Kirche bot überdies in einer «Bauwagenkirche» einen Gottesdienst «zum Wohlfühlen, zum Sich-Stärken-Segnen-und-Beschenken-Lassen in stürmischen Zeiten und danach Gespräche mit Leuten aus verschiedenen kirchlichen Bereichen», an wie die Verantwortlichen mitteilten. Der CSD klang schließlich mit Musikshows bis zum späten Abend aus.

Internet: www.sprengel-hannover.de