Zum Hauptinhalt springen

Die jüdische Dichterin Rose Ausländer wäre in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden. Veranstaltungen in Düsseldorf und Oldenburg blicken auf ihr Wirken.

Düsseldorf/Oldenburg (epd). Zum 125. Geburtstag von Rose Ausländer (1901-1988) am Montag erinnern die Heinrich-Heine-Universität und die Rose Ausländer-Gesellschaft an die jüdische Dichterin. Bis einschließlich Mittwoch bieten sie in Düsseldorf unter anderem Vorträge, den Besuch ihres Grabes auf dem Jüdischen Nordfriedhof, eine Vorführung des Films «Rose Ausländer - Der Traum lebt mein Leben zu Ende» sowie eine Lesung im Heinrich-Heine-Institut an. Auch in Oldenburg gibt es eine Festveranstaltung. Ausländer gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts.

1901 in einer jüdischen Familie in Czernowitz, der Hauptstadt der damaligen österreichisch-ungarischen Provinz Bukowina, geboren, wanderte sie 1921 in die Vereinigten Staaten aus. Sie kehrte 1931 zurück und kümmerte sich vor Ort um ihre erkrankte Mutter. Nach dem von Adolf Hitler befohlenen Angriff auf die Sowjetunion und der Besetzung von Czernowitz wurde sie im Ghetto der Stadt gefangen gesetzt. Sie überlebte den Massenmord an den europäischen Juden durch das NS-Regime und wurde 1944 von der Roten Armee befreit. Danach lebte sie in Rumänien und den USA, bevor sie 1965 nach Düsseldorf zog, wo sie bis zu ihrem Tod wohnte.

Die Landesbibliothek Oldenburg präsentiert zudem am Montagabend eine Festveranstaltung zum 125. Geburtstag der Lyrikerin mit Lesung, Redebeiträgen, Klezmer-Musik und Bildern zu den Gedichten. Dabei wird auch eine bis zum 15. Juni laufende Ausstellung mit 25 Originalwerken der Oldenburger Künstlerin Heike Ellermann zu Gedichten von Rose Ausländer gezeigt. Alle Arbeiten gehen den Angaben zufolge als Schenkung an die Landesbibliothek.