Unter dem Motto «Generationen voller Pride - glücklich, sichtbar, stark» sind in Bremen mehr als 30.000 Menschen beim CSD auf die Straße gegangen.
Bremen (epd). Rund 33.000 Menschen haben am Sonnabend laut Veranstalterangaben in Bremen beim diesjährigen Christopher Street Day demonstriert und gefeiert. Trotz Regens seien damit noch einmal deutlich mehr Menschen für Vielfalt, Solidarität und die Rechte von LGBTIQ*-Menschen auf die Straße gegangen als im Vorjahr, sagte Robert Dadanski vom CSD-Vorstand dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Polizei sprach am Nachmittag von einem friedlichen und ausgelassenen Verlauf.
Das Motto des CSD 2026 lautete «Generationen voller Pride - glücklich, sichtbar, stark». Den Angaben zufolge hatten sich mehr als 50 Vereine, Initiativen, Unternehmen, Parteien, Gewerkschaften und sozialen Einrichtungen angemeldet. «Die Stimmung ist ausgezeichnet», sagte Dadanski: «Besser kann es gar nicht sein.» Auch dem Anschlag bei CSD in Berlin Ende Juli zum Trotz hätten sich noch einmal mehr Menschen beteiligt. Im vergangenen Jahr hatten rund 29.000 Menschen am Umzug durch die Bremer Innenstadt teilgenommen.
Die Polizei hatte einer Sprecherin zufolge die Veranstaltung mit umfangreichen Verkehrs- und Sicherungsmaßnahmen begleitet, auch wenn es im Vorfeld keine konkreten Gefährdungshinweise gegeben habe. Am Sonnabend fand zudem ein Fußball-Pokalspiel im Weser-Stadion statt. Zwischenzeitlich war erwogen und wieder verworfen worden, die Route des CSD-Umzuges deshalb zu kürzen.
Bereits vor dem Demonstrationszug hatte die Bremische Evangelische Kirche zu einem ökumenischen CSD-Gottesdienst in der Stadtkirche «Unser Lieben Frauen» eingeladen. Unter dem Motto «wir teilen mehr als Brot» stand dabei die Verbindung von Menschen in ihrer Vielfalt im Mittelpunkt.
Die CSD-Bewegung geht auf ein Ereignis am 28. Juni 1969 in der Christopher Street in New York City zurück. Besucher der Schwulen-Bar «Stonewall Inn» widersetzten sich damals der Polizeigewalt. Inzwischen ist der CSD eine globale Bewegung für die Akzeptanz und die Rechte queerer Menschen.