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Mit einer öffentlichen Inszenierung und dem obligatorischen Abschlusskolloquium haben jetzt 13 Frauen ihre berufsbegleitende Ausbildung Spiel- und Theaterpädagogik beendet. Zwei Jahre lang konnten die Teilnehmenden viele Anregungen für die eigene berufliche Arbeit erhalten um noch besser und nachhaltiger mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten zu können. Die Arbeitsfelder von Kindergarten, Schule, Jugend-, Bildungs- und Sozialarbeit unterliegen ständigen Veränderungsprozessen. Insbesondere die zunehmende Heterogenität der Zielgruppen erfordern seitens der professionell Tätigen neue Gestaltungs- und Kommunikationsformen. Die Ausbildung bot hier Kompetenzerweiterungen an und machte Mut neue Wege zu gehen. 

In einer Reihe von Seminaren aus dem Kanon der Spiel- und Theaterpädagogik konnten die Teilnehmerinnen ihre eigene Spielfreude und Fähigkeit weiterentwickeln. Clownstheater, Maskenspiel, Tanz- und Bewegungskunst, Playing Arts, Regie und Rollenarbeit standen auf dem Lehrplan der zweieinhalbjährigen Ausbildung. 

   

In einer öffentlichen Aufführung im Theater Wrede+ in Oldenburg zeigten die Teilnehmerinnen, dass sie eine Menge gelernt haben. Die Inszenierung „(K)eine Märchenwelten“, frei nach Hans Christian Andersen, wurde, unter der Leitung des Oldenburger Schauspielers und Regisseurs Ulf Goerges, innerhalb von vier Tage entwickelt und bühnenreich gemacht. Die Zuschauer im ausverkauften Theatersaal waren erstaunt, wie professionell die Schauspielerinnen agierten und sparten nicht mit Applaus und Anerkennung. 

   

Heike Scharf vom Ev. Bildungshaus Rastede und Uwe Fischer von der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg waren froh, dass die Ausbildung zu einem guten Ende gebracht werden konnte, denn das Angebot fand, bis auf das erste Seminar unter Coronabedingungen statt und das machte viele Verschiebungen und alternative Arbeitsformen notwendig.

    

Seit 1992 gab es diese Ausbildung im Rahmen der kirchlichen Bildungsarbeit in Oldenburg. Mit dieser jetzt abgeschlossenen Ausbildung geht eine Ära in der Ev.-Luth. Kirche zu Ende, denn es wird keine Neuauflage geben. Seminare mit theaterpädagogischen Themen werden aber weiterhin im Ev. Bildungshaus Rastede auf der Agenda stehen. 

 

Ein Beitrag von Hanna Schönwandt

 

Teilnehmerinnen der Ausbildung bei den Proben für die Präsentation.
Teilnehmerinnen der Ausbildung bei den Proben für die Präsentation.
Die zukünftigen Theaterpädagoginnen suchten sich selber Rollen aus Andersens Märchenwelt aus.
Die Figur des Ole Luk-Oie, aus dem gleichnamigen Märchen schlüpfte in die Rolle des Erzählers.
Ulf Goerges (r.) aus Oldenburg hatte die Spielleitung für die Aufführung „(K)eine Märchenwelten“.