Niedersachsens Diakonie-Vorstandssprecher Lenke übernimmt in diesem Jahr den Vorsitz der Freien Wohlfahrtspflege im Land. Eine Herausforderung sieht er in den klammen Kassen der Kommunen.
Hannover (epd). Der niedersächsische Diakonie-Vorstandssprecher Hans-Joachim Lenke ist neuer Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. Der Theologe hat turnusgemäß zum 1. Januar die Nachfolge von Kerstin Tack angetreten, wie der Landesverband am Dienstag in Hannover mitteilte. Die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen hatte das Amt im vergangenen Jahr inne. Stellvertretender Vorsitzender ist Rifat Fersahoglu-Weber, der Vorstandsvorsitzende des Arbeiterwohlfahrt- Bezirksverbands Braunschweig.
Lenke sagte zu seinem Amtsantritt: «2026 wird politisch ein wichtiges Jahr. Im September finden die Kommunalwahlen statt.» Sie seien ein erster Stimmungstest für die Landtagswahl im kommenden Jahr. «Aufgrund der finanziellen Schieflage der Kommunen stehen viele freiwillige soziale Leistungen auf der Kippe. Diese sind aber essenziell für ein gelingendes Zusammenleben vor Ort.» Unter dem Jahresmotto «Für ein gelingendes Zusammenleben» wolle die Wohlfahrtspflege sich deshalb in diesem Jahr verstärkt für kommunale Angebote einsetzen.
Zur Landesarbeitsgemeinschaft zählen in Niedersachsen die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz sowie das Diakonische Werk, die Jüdische Wohlfahrt und der Paritätische Wohlfahrtsverband. Sie vertritt eigenen Angaben zufolge mehr als 8.000 soziale Organisationen, beschäftigt über 300.000 Menschen und mobilisiert mehr als 500.000 Ehrenamtliche. Die Mitgliedsverbände engagieren sich unter anderem in den Bereichen Pflege und Gesundheit, Inklusion, Jugendhilfe, Arbeitsmarktpolitik, Beratung und Gemeinwesenarbeit, Kindertagesstätten sowie Freiwilligendienste.