Die Landesmuseen in Niedersachsen wollen ihren Wissensschatz der Forschung und der Öffentlichkeit leichter zugänglich machen. Gemeinsam entwickeln sie eine Dateninfrastruktur, um ihr Wissen auch in bundesweiten Netzwerken einpflegen zu können.
Braunschweig/Oldenburg (epd). Die sechs niedersächsischen Landesmuseen wollen sich zu einem digitalen Forschungsverbund zusammenschließen. Ziel sei es, eine digitale Struktur aufzubauen, um Wissenschaft und Gesellschaft miteinander zu vernetzen, teilten die Landesmuseen am Montag in einer gemeinsamen Erklärung mit.
Für das Projekt «Digivers» stehen in den kommenden beiden Jahren rund 2,8 Millionen Euro aus dem Förderprogramm «zukunft.niedersachsen» des Landes und der Volkswagenstiftung zur Verfügung. An dem Projekt beteiligen sich die Landesmuseen in Hannover, Oldenburg und Braunschweig.
Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD) sprach von einem «Meilenstein für die digitale Weiterentwicklung unserer Landesmuseen». Gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft beschritten die Landesmuseen neue Wege, um kulturelles Erbe zu bewahren und zu erforschen sowie Wissen für alle zugänglich zu machen.
Den Angaben zufolge werden die Museen nun gemeinsam Standards, Strategien und Werkzeuge für das digitale Forschungsdaten-Management erarbeiten. Dabei werden sie von zahlreichen Fachinstitutionen unterstützt. Das Ergebnis soll anschließend in die nationale Forschungsdaten-Infrastruktur eingebunden werden. So seien die kulturellen Datenschätze Niedersachsens auch auf Bundesebene sichtbar, hieß es.