Seit Anfang des Jahres hat Pfarrer Dirk von Jutrczenka die Pfarrstelle für Ökumene, Ethik und Weltanschauung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg inne. Die Pfarrstelle ist dem Büro von Bischof Thomas Adomeit zugeordnet. Dirk von Jutrczenka ist Nachfolger von Pfarrer Olaf Grobleben, der im April 2024 in den Ruhestand verabschiedet worden ist.
„Wir befinden uns mitten in vielfältigen und tiefgreifenden Veränderungsprozessen“, betont von Jutrczenka. Er freue sich auf die neue Stelle, die unterschiedliche Arbeitsfelder gesellschaftsbezogenen kirchlichen Handelns verbinde. Zum Aufgabenbereich gehören auch interreligiöser Dialog, Friedensethik und Kirchenasyl. Dies sei spannend und interessant.
Angesichts massiver Verunsicherungen und Turbulenzen, die Kirche und Gesellschaft erschüttern, ist es für Pfarrer von Jutrczenka wichtig, dass „die evangelische Kirche in der Öffentlichkeit profiliert erkennbar bleibt, positioniert und zugleich offen für Debatten.“ Kirche könne Räume bieten für Auseinandersetzungen, Sprachfähigkeit fördern und engagiert dafür streiten, dass sich Gerechtigkeit und Menschenwürde, Frieden und ökologisches Gleichgewicht als wahrnehmbare Orientierungspunkte gegen Rassismus und Antisemitismus, zunehmenden Rechtsextremismus und Populismus durchsetzen.
Pfarrer Dirk von Jutrczenka (61) ist in Hannover aufgewachsen und hat nach dem Abitur Evangelische Theologie und zusätzlich Sozialwissenschaften/Pädagogik (Magisterprüfung) in Göttingen und Birmingham (GB) studiert. Nach dem Vikariat in der Kirchengemeinde Heiligenrode war er ab 1994 Pfarrer in der Kirchengemeinde Seckenhausen (Landeskirche Hannovers) und ab 2008 in der St. Remberti Gemeinde Bremen (Bremische Ev. Kirche). Von 2019 bis 2025 war er Leiter des forum Kirche, des Hauses kirchlicher Dienste der Bremischen Evangelischen Kirche, sowie Leiter der dortigen Fachstelle Religionspädagogik und Medien.
In Bremen war er unter anderem für den Podcast „forum Kirche – Bremer Gespräche über Gott und die Welt“ verantwortlich. Seit vielen Jahren ist er in der kirchlichen Filmarbeit (Arbeitskreis Kirche & Kino, Interfilm Deutschland) engagiert. Im Projekt FilmZuFlucht produzierte er gemeinsam mit Geflüchteten den Spielfilm „Deutschkurs“ (2019, Regie: Nehad Hussein).
Pfarrer Dirk von Jutrczenka ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.

